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Kommentar zum Tanztheater: Förster tritt verzwicktes Erbe an

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Lutz Förster wird neuer Leiter des weltberühmten Tanztheaters Pina Bausch Foto: dpa
Als Nachfolger von Pina Bausch tritt Lutz Förster in große Fußstapfen – und muss auch noch als erstes verkünden, dass es keine Neuinszenierungen geben wird. Wie lange hält der Schwung um die verstorbene Bausch wohl noch an? Kommentar.  Von
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Köln

Bis 2015, verkündete Lutz Förster, werde es keine neuen Stücke geben. Förster ist am Mittwoch in Wuppertal als neuer Leiter des Tanztheaters Pina Bausch vorgestellt worden. Leiten soll er ebenfalls bis 2015.

Der heute 60-jährige Förster ist ein guter Bekannter, tanzte schon 1975 seine erste Rolle bei Pina Bausch. Er übernimmt die Leitung vom Bausch-Tänzer Dominique Mercy und vom Bausch-Assistenten Robert Sturm. Es bleibt also alles in der Familie, geht seinen gewohnten Gang. Ja, es ist fast, als wäre die geniale Prinzipalin nicht vor vier Jahren gestorben.

Wuppertals große Marke

Nun soll in den nächsten zwei Jahren hinter den Kulissen an der Neuausrichtung des Tanztheaters gearbeitet werden. Bislang behindert der Erfolg die berühmte Compagnie. Seit 2009, war auf der Pressekonferenz zu vernehmen, habe sie 110 Vorstellungen in Wuppertal und 265 weitere im Ausland gespielt. Vor insgesamt fast 400000 Zuschauern. Eine Nachfrage, sagt der Geschäftsführer des Tanztheaters, mit der nach Bauschs plötzlichem Krebstod kaum jemand gerechnet habe.

Pina Bausch ist Wuppertals große Marke. Weshalb die Stadt ihr Tanztheater weiterhin mit 2,5 Millionen jährlich unterstützt, während sie ihrem Sprechtheater bis 2015 zwei Millionen Euro wegkürzt. Dessen frischgekürte Intendantin Susanne Abbrederis verspricht Familienstücke und Liederabende, sprich ein niederschwelliges Wohlfühl-Programm.

Doch die verwaiste Tanzcompagnie befindet sich in der verzwickteren Mühle. Solange sie es beim auf hohem Niveau belebten Bausch-Denkmal belässt, kommen die Menschen, lädt das Ausland ein, freut sich der Oberbürgermeister. Aber wie lange hält der Schwung von einst an? Jetzt hat das Wuppertaler Tanztheater einen neuen Leiter, der als Erstes verkünden muss, ja nichts Neues auf die Bühne zu bringen. Lutz Förster ist nicht zu beneiden.

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