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Kontra: Dreiste Forderung an die Steuerzahler

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Detlef Schmalenberg
KStA-Mitarbeiter Detlef Schmalenberg.
Foto: ksta

Eins mal vorweg: Als langjähriger Dauerkartenbesitzer warte ich sehnlichst darauf, dass der 1. FC Köln wieder erstklassig wird. Je mehr Geld dem Verein zur Verfügung steht, desto größer die Aufstiegschancen. Aber den Etat auf Kosten des Steuerzahlers aufhübschen zu wollen, das ist dreist. Die Allgemeinheit zahlt schon für die aufwendigen Polizeieinsätze an den Spieltagen. Und jetzt will der FC höchstens die Hälfte der vereinbarten Miete überweisen. Der aktuell hoch verschuldeten Stadt würde damit fest eingeplantes Geld entgehen, das dann an anderer Stelle fehlt, etwa bei der Kulturförderung oder in Kindergärten.

Der Gedanke, die Mietminderung sogar rückwirkend für die ablaufende Saison zu verlangen, erscheint in diesem Zusammenhang geradezu obszön. Anstatt soziale Zwecke zu erfüllen, würde das Geld letzten Endes in den Spielerkader fließen. Aber wenn das Budget jetzt für profilierte Kicker nicht reicht, muss der Club eben noch mehr auf den Nachwuchs und die Scouting-Abteilung setzen. Vereine wie der SC Freiburg haben vorgemacht, wie es geht. Dass der 1. FC Köln die gestundete Miete bei einem stabilen einstelligen Platz in der Ersten Liga zurückzahlen will, kann jedenfalls keine ernsthafte Alternative sein. Orientiert an der Vergangenheit, müsste die Stadtkasse mindestens 15 Jahre bis zur ersten Überweisung warten.

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