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Graph Search: Was bringt Facebooks Suchfunktion?

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Viele Fragen um die neue Suchfunktion Graph Search: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gibt Antworten. Foto: AFP
Alle Fans des Fußballklubs in der Stadt finden? Eine neue Suchfunktion von Facebook soll das möglich machen - und noch viel mehr. Doch was haben Verbraucher davon? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Graph Search im Überblick.
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Berlin

Gleichgesinnte in der neuen Stadt und Restaurantempfehlungen auf Knopfdruck: Das verspricht Facebook mit seiner neuen Suche Graph Search. Allerdings könnte die neue Funktion sich auch als attraktive Informationsquelle für Unternehmen und Werber erweisen, warnen Verbraucherschützer. Alternativen zum anonymen Suchen im Netz gibt es reichlich.

Was genau ist Graph Search?

Graph Search soll die alte Suchfunktion von Facebook ersetzen. Nutzer können damit künftig zum Beispiel nach Leuten mit bestimmten Interessen fahnden oder Restaurants suchen, die ihre Freunde mögen. Die Anfragen lassen sich auch kombinieren, so findet die Funktion zum Beispiel alle Menschen aus der eigenen Stadt, die Fan eines bestimmten Fußballvereins sind. Zusätzliche Informationen bezieht die Suche aus Microsofts Suchmaschine Bing.

Ist die neue Suche schon verfügbar?

Bisher ist Graph Search noch in der sogenannten Beta-Phase und steht nur einigen wenigen Nutzern in den USA zur Verfügung. Bis die neue Suche auch nach Deutschland kommt, könnte noch einige Zeit vergehen: Facebook hat bereits angekündigt, die Funktion nur langsam auszurollen und während des Starts immer weiter zu verbessern. Unter http://dpaq.de/pWjuh können Neugierige Graph Search mit ein paar vorgefertigten Suchanfragen ausprobieren.

Kann mit Graph Search demnächst jeder alle meine Daten sehen?

Facebook verspricht, bei der neuen Suche die Privatsphäre-Einstellungen seiner Nutzer zu respektieren: Jeder Suchende soll nur das sehen können, was andere mit ihm geteilt haben. Fremde finden also ausschließlich Einträge, die als „öffentlich“ markiert sind. Ähnlich wie bei der Einführung der Chronik ist es aber möglich, dass vergessene Posts oder Fotos wieder ans Licht kommen. Deshalb lohnt sich ein Blick ins eigene Facebook-Archiv, das in der Chronik unter „Aktivitätenprotokoll“ zu finden ist. Über die „Privatsphäre-Verknüpfungen“ in der oberen Menüleiste lässt sich schnell ermitteln, wer was wie sehen kann.

Sind meine Daten trotzdem in Gefahr?

„Wir sehen da schon die Gefahr einer weiteren Profilbildung“, sagt Carola Elbrecht vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Das bedeutet: Aus den Interessen der Nutzer entstehen Profile, die zum Beispiel für personalisierte Werbung genutzt werden. „Für Unternehmen sind solche Datensätze natürlich unglaublich interessant.“ Wichtig sei daher vor allem, dass die Nutzer immer wissen, was mit ihren Daten passiert: „Gerade Facebook hat sich da in der Vergangenheit bei der Einführung neuer Dienste nicht immer vorbildlich verhalten.“

Kann ich im Internet auch ohne Profilbildung suchen?

Wer im Internet etwas sucht, bezahlt für die Ergebnisse meistens mit persönlichen Informationen. Das gilt für große Suchmaschinen wie Google und Bing ebenso wie für Facebooks neue Suche. Es gibt aber auch anonyme Alternativen: Suchmaschinen wie Ixquick und Duckduckgo sammeln zum Beispiel ausdrücklich keine Daten. Über die von den Ixquick-Machern programmierte Maschine Startpage können Nutzer unerkannt auf Google zugreifen. Ganz vermeiden lässt sich die Datenspur im Internet aber trotzdem nicht. Carola Elbrecht empfiehlt daher, nur unbedingt notwendige Informationen herauszugeben und die Angaben möglichst auf verschiedene Dienste zu verteilen: „Ich muss nicht immer nur auf einer Seite einkaufen.“ (dpa)

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