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Musik-Streaming: Facebook bindet „Hören“-Button ein

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Band Deichkind
Auf der Fanseite der Band Deichkind ist der "Hören"-Button schon zu finden. (Screenshot)

Facebook bettet externe Musikdienste tiefer in die Profil-Seiten von Bands und Sängern ein. Seit Mittwoch erhalten dazu viele Facebook-Seiten einen „Hören“-Knopf. Beim Klick darauf können Nutzer die Musik der Künstler anhören - vorausgesetzt, sie haben eine der mit Facebook verbundenen Anwendungen installiert.

Bereits seit Anfang des Jahres bieten Dienste wie Spotify, Simfy oder Deezer ihren Nutzern die Möglichkeit, ihren Freunden mitzuteilen, welche Musik sie grade hören. Mit diesen Apps funktioniert nun auch die neue Facebook-Funktion. „Das wird helfen, Musik-Streaming-Dienste zu verbreiten“, schrieb Musikbranchen-Analyst Mark Mulligan in seinem Blog.

Bereits seit einiger Zeit will sich Facebook verstärkt die Verwaltung von Inhalten seiner Mitglieder erschließen. So können Nutzer ihre Freunde über integrierte Anwendungen unmittelbar daran teilhaben lassen, welche Musik sie hören und welche Texte sie auf verschiedenen Webseiten lesen. Zudem hatte das Netzwerk erst vor gut einer Woche den Fotodienst Instagram für eine Milliarde Dollar (762 Millionen Euro) übernommen.

Bedrohung für externe App-Entwickler

Der neue „Hören“-Button könnte nach Einschätzung Mulligans für einige Entwickler ein schwerer Schlag sein, weil bereits externe Musik-Anwendungen existieren, die Künstler in ihre Facebook-Profile einbauen können. Diese könnten nun durch den prominenter platzierten eigenen Knopf verdrängt werden. Facebook brauche aber unabhängige Entwickler, die neue Anwendungen für das Netzwerk programmieren, um sein Angebot attraktiv zu halten, schrieb Mulligan weiter.

Daneben warnte er, Facebook könnte ein ähnliches Schicksal ereilen wie das einst besonders unter Musikern beliebte Netzwerk MySpace. „Auch MySpace war einmal die Zukunft“, schrieb Mulligan. (dapd)

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