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Sex-App: Sexpartner auf Facebook suchen

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Von hier aus geht es zur App, die sexuelle Kontakte zwischen Freunden herstellen soll. 
Schluss mit leisen Partybekenntnissen. Jetzt können auch schüchterne Menschen den „andren Mund“ zum Küssen finden – ein Klick in der App „Bang with your Friends“ vermittelt Sexkontakte unter Facebook-Freunden. Peinlichkeiten inbegriffen.  Von
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Es hat einfach nicht gereicht: Nicht das millionste freundliche Angebot der Marke "Ruf mich an", kein Partnerportal, kein Freundschaftsportal oder Blinddate-Zirkel - und keine Zeitungsannoncen. Keine FKK-Sauna oder Swinger-Clubs und auch nicht der Karneval: Noch immer irren offenbar Millionen paarungsbereite Menschen auf der Suche nach dem "anderen Mund zum Küssen" hilflos über den Planeten. Jetzt haben sie eine App: "Bang with your Friends" soll Sex mit den Facebook-Freunden protegieren.

Wer Busenwunder oder Sixpack auf Facebook rattenscharf findet, kann sein Begehr in der App vermerken. Stößt das auf Gegenliebe, erhalten die Paarungswilligen jeweils eine E-Mail. Allerdings ist die App keine Garantie für Erfolg und vermutlich nicht mal für Spaß: Nicht alle Profilbilder geben zwangsläufig die Realität wieder. Unzählige Kunstfiguren garniert mit fremdem Bildmaterial kursieren statt realer Gesichter bei Facebook. Da können Treffen schon mal unfreiwillig komisch werden.

Verwunderlich daran ist eigentlich nur, dass es so lange gedauert haben soll, bis diese Marktlücke entdeckt wurde (natürlich behält das salomonische Sprichwort "Alles schon mal da gewesen" recht: Es gibt längst eine ähnliche App namens Take me I'm yours). Der Goldesel namens "Sex" will eben auch nach Jahrtausenden noch gemolken werden. Erfunden haben es laut Buzzfeed drei - männliche - Collegestudenten aus Kalifornien. Und warum? Um die Nutzer vor dem fatalen traumatisierenden Erlebnis eines Korbs zu bewahren. Das Motto "Wer wagt, gewinnt" scheint nicht für die Macher "Bang your Friends" gemacht. Gefahrlos sollen offenbar sonst kontaktscheue Menschen ihre Kopulationsbereitschaft signalisieren können.

Oma und Opa erfahren nichts

Das hat Vorteile. Für das Projekt ist ein gemeinsames Ziel definiert, eventuelle Fehlschlüsse auf sonstige Motive wie Liebe oder Freundschaft sind gleich ausgeschlossen. Dass in der eigenen Freundesliste ja auch Familienangehörige auftauchen - und das erhebliche Komplikationen nach sich ziehen könnte - haben die Macher schnell begriffen und die App aktualisiert: Papa und Oma erfahren jetzt nicht mehr, wen der Nachwuchs heiß begehrt.

Schon nach einem Tag sollen sich mehr als 30.000 Menschen sollen sich bei der App registriert haben - die Zahlen sollen minütlich steigen, erklären die Macher. Sie berichten von Erfolgstories ihrer "Lustvögel". Kaum noch erwähnenswert, dass die App schon bald auch Smartphone-Nutzern zu mehr Sex verhelfen soll.

Ganz offenbar ein Markt mit Potential. Jedenfalls wirbt die Website mit Stellenanzeigen, auf die sich Interessierte bei für sich sprechenden E-Mail-Adressen wie gang@bangwithfriends.com oder pimpin@bangwithfriends.com melden können.

Probleme könnte die App aber mit den Richtlinien von Facebook bekommen, gegen die sie verstößt - oder mit prüden US-Amerikanern: Demnächst soll die App nämlich auch gleichgeschlechtliche Avancen ermöglichen. Oder mit der Sexismus-Debatte, die an den App-Machern offenbar völlig vorüber gegangen ist (eine Frau im Team wäre vielleicht hilfreich): Die Startseite ziert eine Frau mit entblößtem Unterleib und verdecktem Gesicht in einer offenkundig unaufgeräumten Junggesellenbude - ein schöneres rotes Tuch für Feministinnen hätten sie nicht aufhängen können.

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