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Blumen und Autos: Schnelle Eiersuche, erfolglose Händler

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Die Besucher konnten beim Blumenmarkt aus dem Vollen schöpfen - von Narzissen über Primeln bis hin zu Ranunkeln war alles dabei. Foto: Simon Stölben
Trotz der eisigen Temperaturen ließen es sich viele Dormagener nicht nehmen, am Wochenende über die "Kö" zu flanieren. Besonders bei den Kindern kam Osterstimmung auf, als sie die Rathauswiese nach Ostereiern absuchen konnten.  Von
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Durch die „Kö“, wie die Dormagener ihre Kölner Straße liebevoll nennen, pfiff ein starker Wind – fast wie im Western, wenn er doch nur nicht so eisig gewesen wäre. Zwischenzeitlich tanzten auch wieder Schneeflocken in der Luft. Einige flüchteten deshalb in die Cafés, in die Rathaus-Galerie oder an den Reibekuchenstand. Doch viele Bürger ließen sich ihren Oster- und Blumenmarkt am vergangenen Wochenende nicht nehmen, schlenderten an den vielen Ständen vorbei oder deckten sich auf dem Marktplatz für den sich wohl deutlich verspätenden Frühling mit Blumen aller Art ein.

Narzissen, Primeln, Ranunkeln, Hornveilchen, Stiefmütterchen, Vergissmeinnichts, diverse Pflanzen für den eigenen Kräutergarten und noch Einiges mehr, was für bunte Farbkleckse im Garten oder vor der Haustür sorgt, wurde angeboten. Leider blieben viele der Blumenschalen unangerührt, was für eine Händlerin aus Düsseldorf nicht von ungefähr kam: „Der Petrus spielt dieses Jahr einfach nicht mit oder hat uns vergessen. Uns Floristen bringt es ja nichts, wenn der Frühling später kommt – irgendwann kaufen die Leute keine Frühlingsblumen mehr, weil die nächste Saison vor der Tür steht.“

Eine Dormagener Kollegin kritisierte aber auch den Standort fernab von der „Kö“ auf der anderen Seite der Rathaus-Galerie: „Es war auch voriges Jahr bei besserem Wetter nicht viel mehr los hier. Wir sind einfach zu weit weg vom Schuss. Die Kölner Straße ist doch lang genug, da würden wir mit all den Ständen noch locker hineinpassen.“

Nichtsdestotrotz kommen Dormagener wie Irene Ziebertz aus Prinzip jedes Jahr zum Blumenmarkt: „Man kann doch nicht immer zu Hause herumsitzen, oder? Ich wollte mal raus, und ich finde es auch wichtig, solche Aktionen zu unterstützen, damit sie uns noch lange erhalten bleiben.“
Eine der Neuheiten, die sechs Dormagener Autohändler an beiden Tagen präsentierten, trug sogar den Namen „Yeti“ – ein Geländewagen. Ob Zufall oder Berechnung – darüber konnte man nur spekulieren. Auch die Versuche eines Clowns, mit Bob-Marley-Hits wie „No Woman No Cry“ ein wenig Wärme herbeizuzaubern, zündeten nur bedingt.

Bemerkenswert waren jedoch die vielen Kinder, die ganz aufgeregt vor der Rathauswiese standen und auf den Startschuss für die Ostereiersuche warteten. Spätestens bei ihren leuchtenden Augen sprang die Osterstimmung auf die Erwachsenen über. Die bunten Eier fielen auf dem kleinen Gelände jedoch sofort auf. Nach kurzer Zeit war alles abgegrast und die Jackentaschen der Kleinen voll.

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