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„Black Jackets Cologne“: Razzia soll Gewalt vorbeugen

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Razzia in der Venloer Straße. Foto: Arton Krasniqi, KSTA
Die Polizei hat am Donnerstag eine Gaststätte an der Venloer Straße in Bickendorf durchsucht. Die Beamten vermuteten dort ein Clubheim der rockerähnlichen Gruppierung „Black Jackets Cologne“. Gesucht wurde nach Waffen und Drogen.  Von
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Bickendorf

Auf dem Rücken prangt das Logo der „Black Jackets“, eine zähnefletschende Bulldogge mit stachelbewehrtem Halsband. Vorne auf der Jacke lassen Aufnäher wie „Freefighter“ oder „Redlight District“ erahnen, dass der Träger der Kutte vermutlich nicht nur friedlichen Hobbys nachgeht. Die Streetgang, deren Erkennungsmerkmal schwarze Jacken sind, definiert sich laut Polizei „über Straftaten“. Darum rückte am Donnerstagabend ein Großaufgebot in Bickendorf an, um eine Razzia am Treffpunkt der Gruppierung durchzuführen.

Razzia bei "Black Jackets Cologne"

Seit einigen Wochen versammeln sich die „Black Jackets“ in der Kneipe „em kölsche Klüngel“ auf der Venloer Straße. Die Razzia sei präventiv durchgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es wurden Personalien aufgenommen und Platzverweise erteilt. Ein Mitglied der Gruppe kam in Gewahrsam, bei ihm wurde ein verbotener Teleskopschlagstock gefunden.

Noch im Januar erklärte die Polizei, die Gruppe habe in Köln „keine regionale Bedeutung“. Derzeit gibt es wohl auch keine Erkenntnisse, dass die Gruppe bereits Straftaten begangen hat. Da sie aber als gewaltbereit eingestuft wird, „wollten wir denen zeitnah auf den Füßen stehen“, wie es ein Ermittler ausdrückt. Ereignisse aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass diese Strategie durchaus sinnvoll erscheint: In Bad Godesberg terrorisierten Mitglieder der Gruppe ein ganzes Stadtviertel, in Süddeutschland standen „Black Jackets“ wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Gegründet 1985 in Baden-Württemberg, wurde aus einer anfänglich locker strukturierten Jugendbande eine weltweit vertretene Gruppe mit mehr als 1500 Mitgliedern allein in Deutschland. In Auftreten und Organisation ähneln die „Black Jackets“ bekannten Rockergruppen. Die meisten Mitglieder haben einen Migrationshintergrund.

Wie bei den „Hells Angels“ oder den „Bandidos“ werden auch einzelnen Ortsablegern (Chaptern) der „Black Jackets“ Verbindungen ins Drogenmilieu nachgesagt. Ein entscheidender Unterschied zu etablierten Rockergruppen: Die „Black Jackets“ besitzen keine Motorräder, viele Mitglieder nicht mal einen Führerschein. Besonders beliebt ist übrigens ein T-Shirt mit der Aufschrift „Cave Canem“ (lateinisch für „Hüte Dich vor dem Hund“), mitsamt Bulldoggen-Figur und rot-gelb-schwarzen Flammen. Das fänden alle cool, sagte ein langjähriges Führungsmitglied. Allerdings verstehe kaum jemand den Spruch.

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