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Wohnen in Köln: Studenten sollen in Büros wohnen

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Im nächsten Jahr wird es wegen des doppelten Abiturjahrgangs noch mehr Studenten geben. Foto: granata68 - Fotolia
Die SPD fordert die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, um Erstsemestern bei der Wohnungssuche zu helfen. So soll geprüft werden, ob zum Beispiel in Büros und leerstehenden Schulen Studenten untergebracht werden können.  Von
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Die SPD-Fraktion in der Ehrenfelder Bezirksvertretung fordert den Stadtrat auf, eine Arbeitsgruppe „Studentisches Wohnen“ zu gründen. Ihr Ziel müsse es sein, für sämtliche Studierenden in Köln spätestens zum Wintersemester 2013/2014 „preiswerten Wohnraum zu schaffen“.

Die Vorschläge der Ehrenfelder Sozialdemokraten reichen weit: So soll die geforderte Arbeitsgruppe („Task Force“) sämtliche Freiflächen im Stadtgebiet sichten und prüfen, ob diese sich für die Aufstellung von Wohncontainern eignen. „In Amsterdam gibt es ein solches Containerwohnprojekt. Dort leben 1000 Studenten für 210 Euro im Monat. Solche Möglichkeiten brauchen wir ab September 2013 auch in Köln“, sagte Antragsteller Andreas Pöttgen in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung.

Wohnen in Büros und Schulen

Ferner solle die Arbeitsgruppe prüfen, welche der „leerstehenden Wohnobjekte im städtischen und stadtnahen Besitz“ und welche leerstehenden Büros sich für studentisches Wohnen eigneten. „Der Zustand von Wohnungsnot schickt sich nicht für eine Millionstadt“, sagte Pöttgen. In dem Antrag fordert die SPD ferner, für städtische Neubauprojekte eine Studentenquote festzulegen – zehn Prozent der Wohnungen sollten zwingend an Studenten vergeben werden. Schon in diesem Semester verzeichneten Universität und Fachhochschule zweistellige Zuwachsraten – in vielen Bundesländern gibt es das Abitur nach zwölf Jahren schon länger als in Nordrhein-Westfalen, die Doppeljahrgänge haben sich schon auf die Hochschulen verteilt. Bundesweit und auch für Köln wird freilich erst für 2013 mit der Erstsemester-Spitze gerechnet.

CDU-Fraktionschefin Jutta Kaiser regte an, auch zu prüfen, ob Studenten in leerstehende Schulen einziehen könnten. Und Carl Barthel (CDU) forderte, es müsse zuvor ermittelt werden, wie viel Wohnungen in Köln langfristig für Studenten benötigt werden. „Wenn kein Bedarfsplan aufgestellt wird, bevor gehandelt wird, haben wir vielleicht irgendwann einen immensen Leerstand.“ Dieser Ergänzung der CDU stimmten die Bezirksvertreter nicht zu. Der Stadtrat wird sich mit der Forderung aus Ehrenfeld befassen.

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