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Butzweilerhof: Luftfahrtpioniere haben in Köln geübt

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Edgar Mayer (r.) redete über die Atlantiküberquerung und die Porträts der Pioniere. Foto: Figge
Die Ausstellung im Luftfahrtmuseum beschäftigt sich mit drei Motorfliegern, die als erste den Atlantik von Ost nach West überquerten. Geübt haben die drei Luftfahrtpioniere für ihr waghalsiges Unternehmen auf dem Butzweilerhof.  Von
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Ossendorf

Im April 1928 überquerten Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld, Hermann Köhl und James Fitzmaurice in einem Motorflugzeug vom Typ Junkers W 33 als Erste den Atlantik von Europa nach Amerika. Gut 36 Stunden dauerte der Flug von Baldonnel in Irland nach Greenly Island auf Neufundland. Geübt haben die drei Luftfahrtpioniere für ihr waghalsiges Unternehmen auf dem Butzweilerhof, der vor 85 Jahren noch das Luftkreuz des Westens genannt wurde und nach Berlin Tempelhof der größte Flughafen Westeuropas war.

Die Porträts

gehören nun zur Dauerausstellung im Luftfahrtmuseum an der Butzweilerstraße 35-39. Das Haus hat derzeit allerdings keine regulären Öffnungszeiten. Der Besuch der Ausstellung ist nur nach einer telefonischer Absprache möglich. Eine Führung durch das Museum dauert rund zwei Stunden und kostet 7,50 Euro pro Person. Es können Gruppen bis zu 50 Personen angemeldet werden per E-Mail an die Adresse info@butzweilerhof.de und unter der Telefonnumer 0221/ 593538.
info@butzweilerhof.de

An diese Glanzleistung der Luftfahrtgeschichte erinnern nun drei große Porträtzeichnungen der Flieger im Luftfahrtmuseum am Butzweilerhof. Zusammen mit weiteren Federzeichnungen von bekannten Aviatikern, wie Eingeweihte die Flugkünstler nennen, können die Bilder in der ständigen Ausstellung in Augenschein genommen werden. Erinnert wird zum Beispiel auch an Pater Paul Schulte (der fliegende Pater).„Ich bin sehr stolz darauf, mit den Porträts an diese Pioniere der Luftfahrt zu erinnern, die allesamt hier auf dem Butzweilerhof geflogen sind“, so Edgar Meyer, Gründer und Leiter der Stiftung Butzweilerhof. Rund 120 Besucher hatten sich in der ehemaligen Empfangshalle des Flughafens zur Enthüllung der Bilder eingefunden.

Das ehemalige Drehkreuz des Westens: Der Flughafen Butzweilerhof in Ossendorf. Foto: Christoph Hennes

Die Zeichnungen hat Meyer extra für seine Sammlung anfertigen lassen. Von dem russischen Maler Vjatcheslav Sinitsa. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte das Ensembles Café Gitane, das Melodien aus den 20er und 30er Jahren spielte. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeister Manfred Wolf und Bezirksbürgermeister Josef Wirges, der zu Beginn der Veranstaltung über die Zukunft des Museums und des Flughafengeländes redete. „Ich setze mich dafür ein, dass das Museum in den Bebauungsplänen für das Gelände auch weiterhin einen seiner Bedeutung angemessen Standort erhält“, so der SPD-Politiker.

Investor plant Nikolaus-Otto-Park

Ein Investor, die Butzweilerhof Nikolaus Otto Park GmbH & Co. KG, plant auf dem rund 38 000 Quadratmeter großen Areal einen Park zu errichten. Der soll Nikolaus Otto gewidmet sein, dem Gründer der heutigen Deutz AG und Entwickler des Viertaktmotors. Es sollen unter anderem ein Hotel, Ausstellungs- und Verkaufsflächen für Oldtimer und Fachwerkstätten für historische Fahrzeuge entstehen. Edgar Mayer begrüßt diese Pläne, befürchtet jedoch, dass das Luftfahrtmuseum in dem neuen Themenpark keinen angemessen Platz mehr findet. Zurzeit sei man im Dialog mit dem Investor.

Rund 1,7 Millionen Euro an Spenden und Fördergeld hat die Stiftung seit 1995 gesammelt und in das Museum gesteckt, in dem die Luftfahrtentwicklung der 1920er und 1930er Jahre gezeigt wird. Zusehen sind unter anderem der Dreidecker Fokker Dr.1 und das Segelflugzeug Ka 6.

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