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Deutsche Post/DHL: Neubau nicht einfach durchwinken

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Mechanische Zustellbasis in Braunschweig.  Foto: Roesgen
Bevor der mögliche Neubau eines Paketverteilungszentrums der Deutschen Post/DHL in Ehrenfeld genehmigt wird, sind noch viele Fragen zu klären. Ein Kommentar von KStA-Autor Heribert Rösgen.  Von
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Am guten Willen scheint es nicht zu mangeln. Die Verwaltung – hier das Stadtplanungsamt – steht dem Vorhaben für ein neues Paketverteilungszentrum an der Oskar-Jäger-Straße offenbar sehr positiv gegenüber. Damit aber hat sie dem Träger des Vorhabens nicht unbedingt einen Gefallen getan. Dieser sieht sich nun nämlich verärgerten Politikern und Bürgern gegenüber, die sich übergangen fühlen. Aufgrund der Vorgehensweise, das Projekt wie ein Geschäft der laufenden Verwaltung zu behandeln, kann man ihnen das noch nicht einmal absprechen.

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Die Deutsche Post/DHL hält sich mit wichtigen Einzelheiten – wie etwa der zu erwartenden Verkehrsmenge – zurück. Um mit dem Vorhaben weiterzukommen und Akzeptanz zu erzielen, wäre aber genau das wichtig. Niemand kann allen Ernstes erwarten, dass Pläne durchgewinkt werden, bei denen die Zahl von zusätzlichen Sattelzügen und Kleintransportern auf Ehrenfelder Straßen noch nicht feststeht. Zumal man davon ausgehen kann, dass sich deren Zahl eher noch erhöht. Wir reden hier schließlich über eine Wachstumsbranche.

Logistik hat ihren Preis

In den Zustellbasen werden die Sendungen über Laderampen auf die Zustellfahrzeuge verteilt.
In den Zustellbasen werden die Sendungen über Laderampen auf die Zustellfahrzeuge verteilt.
Foto: Deutsche Post

Stattdessen spricht das Stadtplanungsamt von einer „marginal erhöhten“ Verkehrsmenge. Das kann es ja wohl nicht sein. Zu Recht will die Öffentlichkeit genauer wissen, was da auf den Stadtteil zukommt. Gut beraten wäre die Verwaltung daher gewesen, von vornherein für ein solches Projekt ein breites Meinungsbild einzuholen.

Bei aller Verärgerung sollte jedem klar sein, dass die Annehmlichkeit, sich Produkte und Waren – meist via Internet gekauft oder ersteigert – ins Haus bringen zu lassen, eben auch ihren Preis hat. In Form von mehr Verkehr und all den Begleiterscheinungen, die mancher eben als lästig empfindet. Ob das nun Lastzüge im Stadtverkehr sind oder Kleintransporter, die in zweiter Reihe parken.

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