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Ehrenfelder Bauprojekt: Noch einige Verbesserungswünsche

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Endlich neue Nachbarn: Anwohnerin der Kohlenstraße. Foto: Rösgen
Endlich gibt es konkrete Bebauungspläne für die Brachfläche an der Kohlenstraße: Statt Bürogebäude sollen dort Mietwohnungen entstehen. SPD, CDU und Grüne finden aber, dass es bei den Plänen noch Luft nach oben gibt.  Von
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Lange Zeit tat sich auf der Brachfläche an der Ecke Oskar-Jäger-Straße/Kohlenstraße nichts. Nun gibt es konkrete Pläne für eine Bebauung. Das Vorhaben hat es in sich: 180 Mietwohnungen sollen auf der etwa einen Hektar großen Fläche entstehen. Entlang der Oskar-Jäger-Straße – zwischen der Ölstraße und dem Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes – ist ein langgezogener Gebäuderiegel vorgesehen. Er soll fünf Stockwerke hoch werden. Im Bereich dahinter sind vier Gebäude mit jeweils vier Stockwerken geplant. Die Flächen dazwischen sollen begrünt werden. Sie sind jedoch nicht öffentlich zugänglich – und allein den Bewohnern vorbehalten. Unter dem neuen Wohnkomplex ist eine Tiefgarage mit 162 Stellplätzen vorgesehen.

Die Bezirksvertretung Ehrenfeld stimmte jetzt mehrheitlich für die Offenlage der Planung. Dies ist nötig, weil der Umfang des Vorhabens mit 180 Wohneinheiten stark von dem Projekt abweicht, das noch im Jahr 2009 öffentlich ausgelegen hatte. Damals war von 125 Wohneinheiten die Rede. Der damalige Investor sprang jedoch wieder ab. Mit der Projektentwicklungsgesellschaft AVI – Allgemeine Verwaltung von Immobilien – hat die Grundstückseigentümerin Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) einen neuen Partner gefunden. Vom Tisch sind die Pläne, auf dem Areal Bürogebäude zu errichten. Hier verzeichnete die HGK zu wenig Nachfrage.

Hohe Nachfrage nach Wohnraum

Die Nachfrage nach Wohnraum ist laut Verwaltung ungleich höher. Sie unterstützt das Bauvorhaben, weil damit ein Beitrag geleistet werde, den hohen Bedarf an Wohnungen in der Stadt zu decken. Zudem werde dem städtebaulichen Grundsatz Rechnung getragen, Flächen innerhalb von Wohngebieten zu nutzen anstatt Freiflächen am Stadtrand.

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Trotz der Zustimmung gab es jedoch auch Verbesserungswünsche von den Bezirkspolitikern. Für die SPD-Fraktion sprach sich Petra Bossinger dafür aus, dass man 30 Prozent der geplanten Wohnungen öffentlich fördern sollte. „Sonst wird es sich der Normalbürger wieder nicht leisten können, dort zu wohnen“, mutmaßte die Politikerin. Als „nicht zeitgemäß“ bezeichnete es Grünen-Bezirksvertreter Richard F. Wagner, dass keine variablen Grundrisse der Wohnungen beabsichtigt seien. Mit relativ kleinem Aufwand wäre so eine flexible Anpassung an unterschiedliche Wohnbedürfnisse möglich. Geplant sind überwiegend Zwei- und Drei-Raumwohnungen.

Ungenutzter Platz für Solarenergie

Bemängelt wurde von den Grünen auch, dass vom Bauherrn nicht beabsichtigt sei, Sonnenenergie zum Heizen zu nutzen. „Die geplanten Flachdächer wären dazu ideal und die künftigen Bewohner hätten den Vorteil günstigerer Energiekosten“, so Wagner.

Die CDU-Fraktion bedauerte, dass keine Ladenlokale geplant seien, in die kleinere Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs einziehen könnten. Zusammen mit den schon vorhandenen Wohnhäusern entsteht hier ein ziemlich großes Gebiet ohne Einkaufsmöglichkeiten. In der Verwaltungsvorlage wird dagegen auf das Einzelhandels- und Zentrenkonzept verwiesen. Demnach könne auf Einzelhandel verzichtet werden, weil sich das Geschäftszentrum Braunsfeld in einem Radius von 700 Metern befinde. Kritik gab es von den Politikern auch an der Verkehrsplanung. Die Zufahrt zur Tiefgarage wird in der Ölstraße liegen, die von der Oskar-Jäger-Straße abzweigt. Hier würden die Bezirksvertreter daher gerne einen Kreisverkehr anlegen. In dieser Richtung gibt es aber bei der Stadtverwaltung keinerlei Überlegungen.

www.stadt-koeln.de/4/stadtplanung/bebauungsplaene/01824/

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