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Eupener Strasse: Anwohner befürchten Transitstraße

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Lkw dürfen die Eupener Straße eigentlich nicht befahren. Mehr von ihnen fürchten die Anwohner, sollte die Kreuzung ausgebaut werden. Foto: Martina Goyert
Die Anwohner der Eupener Straße in Braunsfeld befürchten mehr LKW-Verkehr und den Verlust von Parkplätzen, wenn die Einmündung zur Aachener Straße erweitert wird. Einige Bürger wollen nun mit Rechtsmitteln dagegen vorgehen.  Von
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Braunsfeld

Ist sie eine verkehrsberuhigte Wohnstraße oder doch eher ein Zubringer fürs Industriegebiet? Die Frage, was aus der südlichen Eupener Straße werden soll, erregt aktuell die Gemüter der Braunsfelder. Politiker aller Fraktionen und Anwohner der Straße trafen jetzt während einer Versammlung im Clarenbachstift aufeinander, um das Thema eingehender zu diskutieren.

Was die Bürger aufregt, sind die Planungen der Verwaltung, die Veränderungen des Kreuzungsbereiches Aachener Straße/ Eupener Straße vorsehen. „Die Einmündung in die Aachener Straße soll verbreitert und die Grünphasen verlängert werden“, klagt Henning Sonnemann von der Interessengemeinschaft Braunsfelder Bürger (IGBB). Damit widerspräche die Stadt ihren eigenen Zielen des Rahmenplans für das sich wandelnde ehemalige Industriegebiet, das sich über Braunsfeld, Müngersdorf und Ehrenfeld erstreckt.

LKW-Verbot oder Gewerbestraße?

In diesem Zusammenhang hatte der Rat am 20. Juli 2004 grundsätzlich beschlossen, eine Entlastung der Straße zu erreichen. Konkret hätte sich der IGBB hierfür eine Unterbrechung der Eupener Straße auf Höhe der Eschweiler Straße vorstellen können. Die zahlreichen Lastwagen, die die enge Straße täglich queren, würden dann draußen bleiben.

Tatsächlich spricht jedoch einiges für eine Aufwertung der Eupener Straße hin zu einer klassischen Gewerbestraße, die einen schnellen Transit zum Müngersdorfer Technologiepark bietet. Auch das neue türkische Konsulat, das am Kreisverkehr Eupener Straße/Stolberger Straße entstehen soll, wäre dann aus Richtung Süden von der Aachener Straße besser zu erreichen.

Schon jetzt Parkplatzmangel

Der südlichen Eingang der aktuell 5,50 Meter breiten Straße soll hierfür auf fast zehn Meter erweitert werden. Der zusätzliche Platz, der über die Wegnahme der Schrägparkplätze erkauft werden soll, ist für eine neue Rechtsabbiegerspur zur Aachener Straße reserviert. Eine Rechnung, die die Stadt offenbar ohne die Anwohner gemacht hat: Nachdem Sonnemann und der stellvertretende Bürgermeister des Bezirks Lindenthal, Roland Schüler, das Vorhaben erläutert hatten, kochte der Unmut im Plenum hoch. Schon heute – so die einhellige Meinung – finde man im Gebiet als Anwohner kaum noch einen Parkplatz.

„Wir haben von diesem Plan auch nur über den Rahmenplanungsbeirat erfahren“, versuchte Bezirksvertreter Horst Nettesheim (CDU) zu beschwichtigen. Seinem Gremium sei in dieser Angelegenheit die Hände gebunden, weil die Kreuzung in den Zuständigkeitsbereich des Rates falle. Die geforderte Unterbrechung, um die Straße vom Durchgangsverkehr abzukoppeln, halte er, trotz aller grundsätzlichen Kritik am Vorgehen der Stadt, dennoch für nicht umsetzbar. „Der Rat wird diese Straße so offen wie möglich halten wollen.“

Stolberger Straße an Militärring anschließen

„Bulldozerpolitik“ nennt Sonnemann dieses Vorgehen. Eine Unsinnigkeit läge zudem in dem Fakt, dass die geplante Verbreiterung nur den Eingangsbereich der Eupener Straße beträfe und die Auto- und Lkw-Fahrer spätestens nach 50 Metern wieder auf die deutlich engeren ursprünglichen Fahrbahnen geführt würden.

Einziges Ratsmitglied, das der Einladung in den Clarenbachstift gefolgt war, war Katja Hoyer von der FDP. Sie appellierte an die Bezirksvertreter Ulrich Naumann (SPD), Joachim Vogel und Nettesheim, in der Sache Einfluss auf die Ratsherren ihrer jeweiligen Parteien zu nehmen, statt die Hände in den Schoß zu legen. Den im Verlauf des Abends mehrfach zur Entlastung der Eupener Straße geforderten Vollanschluss der Stolberger Straße an den Militärring, unterstützt sie uneingeschränkt. Der Verkehr suche sich immer den angenehmsten Weg zum Ziel.

Insgesamt hinterließ der Abend verhärtete Fronten. Einige Bürger deuteten an, mit Rechtsmitteln gegen das Vorhaben vorzugehen.

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