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Heißluftballon-Landung: „Das war Präzisionsarbeit“

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Die Notlandung eines Heißluftballons hat am Montagabend in Neuehrenfeld für helle Aufregung gesorgt.  Foto: Katrin Burgard
Nach der spektakulären Landung eines Heißluftballons in Neuehrenfeld beruhigt das Unternehmen die Anwohner. Es habe zu keiner Zeit eine Gefährdung von Menschen bestanden, der Pilot habe richtig gehandelt.  Von
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Neuehrenfeld

Nachdem am Montagabend ein Heißluftballon auf einem Spielplatz an der Herkulesstraße in Neuehrenfeld gelandet ist, bemüht sich das Unternehmen Skytours um Schadensbegrenzung. Geschäftsführer Hans-Joachim Häuser erklärt, es habe keine Notlage vorgelegen. Der Pilot habe sich nach dem aktuellen Wetterbericht richtig entschieden und sei vorsorglich im Stadtgebiet gelandet.

Anwohner hatte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ geschildert, wie der grüne Ballon mit Fritt-Werbung nur äußerst knapp über die Dächer von Ehrenfeld gestreift sei. Viele hatten die Befürchtung, das Luftfahrzeug würde wegen der geringen Höhe gegen eine Hauswand prallen. Jugendliche waren offenbar sogar auf ein Dach geklettert und schoben den Korb übers Dach.

Skytours-Geschäftsführer Häuser hält diese Schilderungen für übertrieben: „Es war sicherlich eine außergewöhnliche Situation, aber es handelte sich nicht um eine Notlandung." Häuser versichert, der Pilot habe die Lage unter Kontrolle gehabt und habe gezielt den Spielplatz an der Herkulesstraße angeflogen. Zu diesem Zweck habe der Ballon schon zuvor an Höhe verlieren müssen. „Das war Präzisionsarbeit des erfahrenen Piloten“, so Häusers Fazit, der auch selber Ballons steuert.

Häuser beteuert, im Gegensatz zur Flugrichtung sei die Höhe bei Heißluftballons exakt steuerbar. Es sei niemand zu Schaden gekommen, die Fluggäste hätten nach der Landung sogar noch die traditionelle Sekttaufe vollzogen. Ein Einsatz von Polizei oder Feuerwehr sei ebenfalls nicht nötig gewesen.

Wind änderte Richtung

Auch aus anderen Stadtgebieten war der grüne Fritt-Ballon gut sichtbar. Beim Abflug im Sülzer Grüngürtel verlief die Fahrt noch nach Plan. Bei Facebook schreiben User, über dem Beethovenpark habe beim „Fritt“ noch alles gut ausgesehen.

Zum Startzeitpunkt des Ballons kam der Wind aus nördlicher Richtung, die Fahrt wäre also von Sülz aus in Richtung Hürth und Brühl verlaufen. Nachdem der Wind während der Fahrt drehte und sich laut Wetterbericht ein Gewitter westlich von Köln zusammenbraute, entschied sich der Pilot dann jedoch, über dem Stadtgebiet zu landen. Dies kommt laut Häuser von Zeit zu Zeit vor, zuletzt habe er eine Landung in Solingen erlebt.

Skytours, nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter für Ballonfahrten in Deutschland, hat in Köln 18 Fahrzeuge im Einsatz. Der Fritt-Ballon ist erst im April zur Flotte gekommen und wird an verschiedenen Orten eingesetzt. Über die „Sicherheitslandung“ sei die Bezirksregierung in Düsseldorf informiert worden, so Häuser.

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