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Helios-Gelände: Jubel über Helios-Pläne

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Die meisten Gewerbebetriebe auf dem Heliosgelände sollen nach heutigem Stand der Planungen erhalten bleiben. Foto: Rösgen
Die Bezirksvertreter sprechen sich für eine Inklusive Universitätsschule aus und nehmen weitere Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in ihre Planung mit auf. Die Ehrenfelder sind froh, über ihren Veedelsmittelpunkt mitentscheiden zu können.  Von
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Im Sitzungssaal des Ehrenfelder Bezirksrathauses brandet Jubel auf. Soeben haben die Bezirksvertreter sich darauf geeinigt: Die Vorschläge der Ehrenfelder, die sich beim Bürgerbeteiligungsverfahren herauskristallisiert haben, sollen maßgeblich sein bei den Planungen für das Helios-Gelände im Herzen des Viertels.

Gewünscht wird von den Bürgern zum Beispiel eine so genannte Inklusive Universitätsschule, in der Kinder mit und ohne Behinderung von der 1. Klasse bis zum Abitur unterrichtet werden könnten. Zudem hatten sich die Bürger – rund 100 nahmen an den Werkstattgesprächen teil – dafür stark gemacht, dass die auf dem Gelände ansässigen Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe, Ateliers und Werkstätten weitgehend erhalten bleiben. Dass die Bezirksvertretung Ehrenfeld in der Sache nur beratende Funktion hat, also nicht entscheidet, was auf dem Gelände tatsächlich geschieht, hielt die Bürger im Publikum nicht vom Klatschen und Johlen ab. Ihr Jubel ließ sich als Ausdruck von Erleichterung deuten, aber auch als Zeichen: Wir entscheiden mit, wenn die Politiker über unseren Veedelsmittelpunkt beraten.

Mehr Mitspracherecht für Bürger

Der von den Bezirksvertretern für gut befundene Beschluss sieht ferner vor, dass die Verwaltung ein Wettbewerbsverfahren für das Gelände vorbereitet und die Finanzierung sicherstellt. Bislang sei die Finanzierung noch nicht gesichert, aufgrund der Haushaltssperre könne sich das „hinziehen“, sagte Andreas von Wolff, stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamts. Die Bürgerinitiative Helios fordert mehr Mitsprache bei dem Planungswettbewerb – Baudezernent Franz-Josef Höing hat bereits angekündigt, die Öffentlichkeit „über das übliche Maß hinaus einzubinden“.

„Es ist gut, dass wir auf dem Gelände keine Shopping Mall bekommen werden“, sagte Petra Bossinger (SPD). Das Prozedere samt Einbindung der Ehrenfelder sei „vorbildlich. Wir haben Vertrauen zurückgewonnen“. Nun müsse schnell geklärt werden, welche Altlasten sich im Boden befänden – von Wolff kündigte Aufklärung an. Die Sorgen der Bürger seien berechtigt, „das muss im Detail aufbereitet werden“. Christiane Martin (Grüne) pochte darauf, dass es nun nicht wie schriftlich formuliert darum gehen dürfe, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zu „konkretisieren und zu prüfen. Konkretisiert werden muss da nicht mehr“.

Informationsveranstaltung geplant

Für die CDU plädierte Carl Barthel für eine „Zwischenpräsentation“ im Wettbewerbsverfahren. Davor – im Dezember oder Januar – werde es ohnehin eine Informationsveranstaltung geben, kündigte Bezirksbürgermeister Josef Wirges an. Marlis Pöttgen (FDP) fiel es schwer, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung abzulehnen. Ihre Fraktion habe „erhebliche Zweifel, ob eine Schule an diesem Ort die richtige Lösung“ sei. In der kommenden Woche wird im Schulausschuss über das Verfahren abgestimmt. Entscheidend ist das Votum des Stadtentwicklungsausschusses am 8. November.

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