Auf Verspätungen ist man ja schon gefasst, wenn man mit der Deutschen Bahn zu tun hat. Dass aber Jahre ins Land gehen, bis sich etwas bewegt, ist schon ein starkes Stück. Zehn Jahre ist es her, dass die Arbeiten an der Streckenerweiterung abgeschlossen wurden. Die Ehrenfelder leiden bis heute unter den Folgen des Projekts. Sowohl an der Hüttenstraße als auch an der Bartholomäus-Schink-Straße und an der Glasstraße sind Schäden unübersehbar. Viele der Bahnbögen stehen leer, weil die Eigentümerin DB-Netz AG und der Pächter der Bögen immer noch uneins sind, wer die Kosten übernimmt, um die ständig auftretende Nässe in den Mauern zu beseitigen.
Man muss kein Baufachmann sein, um vorherzusagen, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Doch bei der DB-Netz AG, einem der vielen Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundesbahn, scheint die Angelegenheit keine sonderlich hohe Priorität zu haben. Die Bahntrasse wurde 2002 fertiggestellt. Damals traten die Probleme erstmals auf. 2005 wurde die Firma Bahnbögen Köln Pächter der Gewölbebögen. Seither wartet nicht nur diese Firma darauf, dass die DB-Netz AG die Schäden endlich beseitigt.



