Ehrenfeld
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Kommentar: Die Verkehrsregelung in der Leostraße

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Auf Abwegen: Dieses Fahrzeug ist in der falschen Richtung unterwegs. Foto: Rösgen
Um die verwirrende Verkehrsregelung in der Leostraße in Ehrenfeld zu verbessern, empfiehlt KStA-Autor Heribert Rösgen nach einer kölschen Lösung zu suchen. Doch ließe sich die bei der mangelnden Verkehrsmoral in Köln umsetzen?  Von
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Ehrenfeld

Ein Stadtteil und seine Verkehrsprobleme. Kaum eine Woche vergeht, da sich die Ehrenfelder nicht über den Verkehr im Viertel ärgern. Die Hauptverkehrsstraßen Vogelsanger, Venloer und Subbelrather Straße sind häufig verstopft. Möglichkeiten, über Schleichwege durch die Seitenstraßen schneller voranzukommen, gibt es eigentlich kaum. Die Seitenstraßen in Ehrenfeld sind schmal, oft zugeparkt und stellen vor allem ein verwirrendes System von Einbahnstraßen dar – mal in die eine und mal in die andere Richtung. Daher ist es nicht von der Hand zu weisen, dass sich rasch Schleichverkehr bilden könnte, wenn in der Leostraße eine durchgehende „Querspange“ zwischen Venloer und Subbelrather Straße geschaffen würde. Dies jedenfalls ist die Befürchtung der rot-grünen Mehrheit in der Bezirksvertretung Ehrenfeld. Im Hinterkopf hatten sie dabei wohl die egoistische Verkehrsmoral vieler Zeitgenossen.

An den Straßenkreuzungen wird der Gehweg verbreitert.
An den Straßenkreuzungen wird der Gehweg verbreitert.
Foto: Rösgen

Ziemlich brüsk bügelten sie einen Vorschlag der Verwaltung ab, und zeigten dabei wenig Bereitschaft zu einem Kompromiss. Das ist schade, denn es entstand der Eindruck, als interessiere die Politiker das Problem eines in der Leostraße seit 40 Jahren ansässigen Betriebs überhaupt nicht. Immerhin befindet sich die Leostraße nicht in einem reinen Wohngebiet. Das Viertel ist ein Mischgebiet.

Mangelnde Verkehrsmoral

Breite „Gehwegnasen“ machen die Fahrbahn in den Einmündungsbereichen schmaler.
Breite „Gehwegnasen“ machen die Fahrbahn in den Einmündungsbereichen schmaler.
Foto: Rösgen

Der Unternehmer hofft nun, dass der Beschwerdeausschuss anders entscheidet. Vielleicht aber kommt von der Verwaltung ein neuer Vorschlag. Eine Art „kölsche Lösung“, etwa in Form einer zeitlich auf die Morgenstunden begrenzten Durchfahrtregelung gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung wäre wünschenswert. Sie müsste zudem auf die Firmenanlieferung beschränkt bleiben. In der Praxis gibt es aber auch hier einen Haken: Die Regelung würde womöglich von zu vielen anderen ausgenutzt. Die mangelnde Verkehrsmoral in dieser Stadt gibt zu dieser Sorge jedenfalls Anlass. Im Straßenverkehr wird man niemals allen alles recht machen können.

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