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Konzert: Tournee durch die Veedel

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Party unter Freunden: Basti Campmann und Flo Peil von Kasalla standen unter anderem mit Dominik Schönenborn von Cat Ballou und ihrem singenden Techniker Jens Knöttgen auf der Bühne (v. r. n. l.). Foto: Stefan Worring
Im Rahmen ihrer „Immer en Bewäjung“-Tournee hat die Band Kasalla elf Konzerte in 13 Tagen gegeben und dabei keinen Kölner Stadtteil ausgelassen. Zum Abschluss der Veedels-Tour feierte Kasalla in der Live Music Hall in Ehrenfeld.
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Elf Tage, neun Stadtbezirke, acht Kneipenkonzerte, Übernachtung mit Crew in einem großen Nightliner-Bus. „Die »Immer en Bewäjung«-Tour durch Köln war ja unsere erste Konzert-Tournee und hatte echt Atmosphäre“, sagt Gitarrist Flo Peil und lacht. Man habe die Stadt und die Kölner ganz anders kennen gelernt. Sänger Bastian Campmann: „Wir haben die Stadt, die ja unsere kleine Welt ist, und ihre Menschen ganz anders kennengelernt. In Auweiler und in Merheim war ich vorher noch nie.“

Jedes Konzert sei unterschiedlich, aber auf seine Weise sehr schön gewesen. So tuckerten in der „Quetsch“ in Rodenkirchen ständig die Rheinschiffe vorbei, im „Piranha“ im Quartier Latin drängelte sich eine äußerst textsichere Fangemeinde aus vorwiegend Studenten, während im „Grinkenschmied“ in Höhenhaus die Stammgäste zunächst skeptisch lauschten. Campmann: „Da waren viele Leute, die uns gar nicht kannten, die wir erst einmal überzeugen mussten.“ Und das schafften die Musiker spätestens mit ihrem Hit „Pirate“. Dieses Lied kannte man auch in Höhenhaus. Vor den jeweiligen Gastspielen hatten die Musiker mit Fans und Besuchern gekegelt oder gegrillt, gepokert oder Fußball gespielt.

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„Es gab sogar Fans, die bei allen Konzerten der Veedels-Tour dabei waren“, erzählt Campmann. Diese hatten zu einigen Songs spezielle Choreografien einstudiert, warfen zu „Stäänefleejer“ sternförmiges Konfetti unters Volk oder standen bei „Schäl Sick“ mit Fahrradklingeln vor der Bühne, weil in dem Lied so eine Klingel zu hören ist. Campmann: „Sehr schön.“

Auf die eher leisen Kneipen-Konzerte folgt der große Abschluss in der Live Music Hall. Das erste von drei Konzerten am Freitag dauerte mit fast drei Stunden doppelt so lange. Und war doppelt so laut. Zur Unterstützung waren Kollegen von Querbeat und Cat Ballou mit dabei. Mit drei Mädels wurde der „Hätzensbrecher“ gerappt. Jens Knöttgen, eigentlich Kasalla-Techniker, grölte in einem blutrünstigen Metzger-Outfit „Ich ess Fleisch“. Trotz dieses Kostüms war es ein richtiges Rockkonzert. „Aber immer, wenn kölsch gesungen wird, wird auch irgendwann geschunkelt“, sagt Peil. Bei der Frage nach einem Wunschgast für ein kommendes Konzert sagt Campmann spontan „Tommy Engel“ und Peil ergänzt: „Vielleicht fragen wir den mal. Wenn wir uns trauen.“ (NR)

Für das Zusatzkonzert am Montag (22. April), 20 Uhr, Live Music Hall, gibt es noch Karten (22,70 Euro).

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