Ehrenfeld
Bickendorf, Bocklemünd/Mengenich, Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Ossendorf, Vogelsang

Vorlesen
10 Kommentare

Siedlung Akazienweg: Parkplätze sind wichtiger als Bäume

Erstellt
Einer Buckelpiste gleicht der Akazienweg im Abschnitt zwischen dem Sandweg und dem Grünen Brunnenweg. Foto: Rösgen
Am Akazienweg in Bickendorf wird es keine Mittelallee geben. Lediglich die Grünen stimmten für den Vorschlag. Alle anderen Parteien fürchteten den Wegfall von 19 PKW-Stellplätzen und die Kosten von 350 000 Euro.  Von
Drucken per Mail
Bickendorf

Der Akazienweg wird im Abschnitt zwischen Venloer Straße und Grüner Brunnenweg nicht umgebaut. Damit ist die Idee vom Tisch, dort eine Mittelallee anzulegen, um die Straße optisch aufzuwerten und mit Hilfe der Baumpflanzungen dort auch langfristig die klimatischen Verhältnisse zu verbessern. Die Vorlage der Stadtverwaltung wurde jetzt von der Bezirksvertretung Ehrenfeld abgelehnt.

Einzig die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmte der Vorlage zu. Vorsitzende Christiane Martin stellte dabei fest: „Wir Grünen sind offenbar die einzigen, die etwas tun für mehr Bäume, für Fußgänger und für Radfahrer.“ Für die SPD-Fraktion, die sonst bei den meisten Entscheidungen in der Bezirksvertretung mit den Grünen einer Meinung ist, bescheinigte Vorsitzender Hans-Peter Juretzki zwar dem Entwurf zur Umgestaltung, dass er „faszinierend“ sei. Doch sei es den Bürgern, die dort wohnen, nicht zu vermitteln, dass viele Parkplätze wegfallen würden.

350 000 Euro einsparen

Bleibt vorerst baumlos: Der Akazienweg von der Venloer Straße in Richtung Grüner Brunnenweg gesehen.
Bleibt vorerst baumlos: Der Akazienweg von der Venloer Straße in Richtung Grüner Brunnenweg gesehen.
Foto: Rösgen

Die Planungen der Stadt sahen vor, in der Straße eine Mittelallee mit 23 Schrägparkplätzen anzulegen. Zugleich hätte man die heutigen 42 Längsparkplätze an den beiden Fahrbahnrändern aufgehoben. Den Verlust von 19 Stellplätzen sah die Verwaltung als vertretbar an.

Beifall für die SPD-Argumentation gab es von der CDU. Angesichts der momentanen Sparzwänge biete es sich geradezu an, dass die vorgesehene Ausgabe von rund 350 000 Euro eingespart werde, indem man auf den Ausbau verzichte, sagte Fraktionsvorsitzende Jutta Kaiser. Ähnlich argumentierte FDP-Vertreterin Marlis Pöttgen.

Plätze neu gestaltet

Das Vorhaben zur Umgestaltung stand im Zusammenhang mit den großflächigen Sanierungen, die die Wohnungsbaugesellschaft GAG in der Siedlung rund um den Akazienweg betreibt. Die rund 100 Jahre alten Wohnanlagen wurden seit 2009 schrittweise umgebaut. In wenigen Wochen soll das Sanierungsprojekt abgeschlossen sein.

Zugleich vereinbarte die Stadtverwaltung mit dem Unternehmen, dass auch Straßen und Plätze in der Siedlung neu gestaltet werden. So erhielt zum Beispiel der Spielplatz am Rosenhof eine neue Gestaltung, die sich am historischen Vorbild orientierte. Die gemauerte Einfriedung des etwas über dem Straßenniveau liegenden Platzes wurde saniert. Ein Treppenaufgang wurde vor kurzem mit zwei Stein-Skulpturen versehen. Die von der GAG gestifteten Kunstwerke des BildhauersJörg Barner tragen den Titel „Adam und Eva 2010“.

Auch interessant
KVB Fahrplan
Start
Ziel
Datum
Zeit
 
Effizient und multimedial ins neue Modelljahr
Anzeige
Toyota Verso

Zahlreiche neue Funktionen des Toyota Touch2&Go Navigationssystem.

Videos
FACEBOOK
Blog
Digitale Themen
Das Logo von Rheinklick

Mini-Coding-Schulungen, Analysen oder Veranstaltungen, hier geht es um Themen rund um die digitale (Kölner) Szene.

Weitere Serien
Nachwuchs-Autoren

Szene, Lifestyle, Trends, coole Events: Schüler, Studenten und Auszubildende schreiben für junge Leute.

Kleinanzeigen
ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!