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Stadtentwicklung: Wettbewerb für Heliosgelände

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Teilweise Brachland: Das Heliosgelände zwischen Ehrenfeldgürtel und Vogelsanger Straße. Foto: Grönert
Der Streit um das Heliosgelände drohte schon zur Hängepartie zu werden. Nun kommt offenbar Schwung in die Planung der Inklusiven Universitätsschule. Einstimmig votierte der Stadtentwicklungsausschuss für einen Planungswettbewerb.  Von
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Köln

So ausführlich wie möglich, aber auch so schnell wie möglich sollen für das Heliosgelände am Ehrenfeldgürtel weitere Planungen anfertigt werden. Auf dem früheren Industriegelände, das jetzt der Bauwens-Gruppe gehört, sollen Schulgebäude, Wohnungen, aber auch Kulturbetriebe, Lokale und Freiflächen entstehen. Einstimmig sprach sich gestern der Stadtentwicklungsausschuss dafür aus, dass ein Wettbewerb ausgeschrieben wird, an dem drei Stadtplanungsbüros beteiligt sind.

Die Aufgabe lautet dabei, alle Vorgaben – sie wurden zum Teil von Bürgern des Stadtteils formuliert – in einer Planung umzusetzen. Man sei es der Planungskultur in der Stadt einfach schuldig, für ein Projekt dieser Größenordnung alles zu unternehmen, um höchstmögliche Qualität zu erzielen, bekräftigten die Sprecher aller Fraktionen im Ausschuss. Zugleich mahnte Michael Frenzel, sachkundiger Bürger für die SPD, dass der Wettbewerb das Vorhaben, eine Schule auf dem Heliosgelände anzusiedeln, nicht gefährden dürfe.

Die Gefahr, dass ein Wettbewerb zu viel Zeit in Anspruch nehmen könne, hatte die Bezirksvertretung Ehrenfeld gesehen. Dort stimmte am vergangenen Montag eine Mehrheit aus SPD und CDU gegen einen städtebaulichen Wettbewerb. Sie wollten eine bereits vorliegende Studie zur Aufteilung der Bauflächen auf dem Gelände zu einer städtebaulichen Planungsgrundlage ausarbeiten lassen.

Baudezernent Franz-Josef Höing betonte, dass auch er eine „Endlosschleife“ bei den weiteren Planungen für das etwa 20 Hektar große Grundstück vermeiden wolle. Er strebe an, im November oder Dezember den Planungswettbewerb abzuschließen. Spätestens im Oktober soll eine detaillierte Kostenkalkulation für den Schulbau vorliegen. Es sei Absicht der Verwaltung, eine inklusive Universitätsschule auf dem Heliosgelände entstehen zu lassen. Das Konzept dieser Schule sieht vor, eine Grundschule eng mit einer Gesamtschule zu verzahnen. Zugleich soll diese Schule ein Ausbildungsort für Lehramtsstudenten werden. Auch deswegen, so Höing, sei ihm ein Planungswettbewerb wichtig. Er verspreche sich davon Sicherheit, dass die Schule in diesem städtischen Umfeld mit viel Verkehr und kulturellen Einrichtungen möglich sei.

„Wenn es tatsächlich bis zum Jahresende zu einer Entscheidung kommt, können wir damit leben“, sagte Alexander Jacobi, Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft Ehrenfeldgürtel, die zur Bauwens-Gruppe gehört: „Was wir dann aber brauchen, ist die klare politische Aussage der Stadt: »Wir wollen die Schule und wir können sie auch bezahlen.«“ Passiere dies nicht, müsse man über Alternativen zur Bebauung des Heliosgeländes nachdenken.

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