Knapp 60 Teilnehmer hatte der 14. Neujahrslauf der Bürgervereinigung Ehrenfeld. Ob Stundenlauf oder gemütliche Geherrunde, die sportlichen Zielsetzungen waren in der Grünanlage Takufeld eher Nebensache. Bei vielen der Teilnehmer steht im Vordergrund, sich über die laufenden Projekte im Bezirk zu unterhalten.
Herr Wirges, im Jahr 2013 wird das Jubiläum der Eingemeindung Ehrenfelds begangen. Mal angenommen, wir könnten die Zeit um mehr als 125 Jahre zurückdrehen. Könnten Sie sich vorstellen, Bürgermeister einer selbstständigen Stadt Ehrenfeld zu sein?
Josef Wirges: Ja, durchaus. Ich gelte ja ohnehin als Separatist, weil ich mich sehr für die Eigenständigkeit der Bezirke einsetze. Das müsste dann aber eine hauptamtliche Stelle sein. Ich bin ja auch aktuell dafür, dass die Doppelspitze aus Bürgeramtsleiter und Bezirksbürgermeister abgeschafft wird.
„Am nächsten Samstag wird erstmal kräftig Fastelovend gefeiert“, kündigte Josef Wirges schon an. Am 12. Januar bittet der Bezirksbürgermeister ab 14 Uhr zum traditionellen närrischen Empfang in den Mehrzwecksaal des Ehrenfelder Vereins für Arbeit und Qualifizierung (Eva) an der Herbrandstraße.
Seit 125 Jahre ein Teil von Köln
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Ansonsten wird das Jubiläum der Eingemeindung Ehrenfelds nach Köln vor 125 Jahren begangen. Die Bürgervereinigung Ehrenfeld will diesem Ereignis vom 1. April 1888 gebührend Aufmerksamkeit schenken. Im April gibt es eine Woche lang Vorträge und Führungen zur Stadtteilgeschichte. „Die Ausstellung vom 2. bis 17. April in der Stadtsparkasse an der Neptunstraße wird viele historische Impressionen bieten“, verspricht Vorsitzender Johannes Maubach. Unter anderem werden auch Motive aus dem Stadtteil aus den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Vom 4. bis zum 6. April werden täglich Führungen durch den Stadtteil geboten. „Vom Ehrenfelder Rathaus zur Moschee“, heißt das Thema am Donnerstag, 4. April, 17.30 Uhr. Treffpunkt ist an der U-Bahnstation Venloer Straße/Gürtel.
Moschee-Eröffnung im Frühsommer?
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Der Bau der Moschee an der Inneren Kanalstraße sollte im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen sein. Doch sowohl das Gebäude selbst wie auch die Straßen und Gehwege drumherum sind noch nicht fertiggestellt. „Ich gehe jetzt von einer Eröffnung im Frühsommer aus“, sagte Bezirksbürgermeister Josef Wirges. Er habe den Eindruck, dass dem Vorstand der Türkisch-Islamischen Union Ditib, die Bauherrin der Moschee, bewusst sei, dass man mit diesem Vorhaben eine Verantwortung gegenüber der Stadtgesellschaft habe. „Der Moscheebeirat, dem ich angehöre, vertritt diese Gesellschaft. Wir wollen auch nach der Eröffnung der Moschee weiter mit der Ditib zusammenarbeiten“, sagte Wirges.
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Auf eine weitere Baustelle in ihrer Straße müssen sich die Anlieger der Subbelrather Straße einstellen. Bis die Planungen für das Umbauprojekt der KVB-Haltestelle Gutenbergstraße endlich umgesetzt werden können, müssen aber noch einige wichtige Weichen gestellt werden. Bevor überhaupt eine Ausschreibung erfolgen kann, ist ein neuer Ratsbeschluss nötig. Das Umbauvorhaben war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil die Stadtverwaltung keine Baufirma finden konnte, die den Bau barrierefreier Bahnsteige zu einem für die Stadt akzeptablen Preis ausgeführt hätte. Uwe Grimsehl von der Planungsabteilung im Amt für Brücken und Stadtbahnbau erläuterte auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ den Stand der Dinge: „Wir haben die Planungen an die neuen politischen Vorgaben angepasst“, sagte Grimsehl. Dabei wurde dem Wunsch Rechnung getragen, die Haltestelle bei laufendem Bahnbetrieb umzubauen. „Ende März oder Anfang April brauchen wir einen politischen Beschluss, damit wir ausschreiben können“, so Grimsehl weiter. Ziel sei es, im August oder September den Umbau zu beginnen. „Dann könnte die Station vielleicht sogar noch in diesem Jahr fertiggestellt werden“, so Grimsehl.
Pläne für die Erweiterung der Linie 3
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Dieses Ziel gab es auch schon einmal für die Haltestelle Schumacherring in Bocklemünd. Es wäre die neue Endstation für die Linie 3, die um rund 600 Meter von der Haltestelle Ollenhauerring bis in die Siedlung hinein verlängert werden soll. Eigentlich sollte das erforderliche Planfeststellungsverfahren längst abgeschlossen sein. Im Winter hätten die notwendigen Rodungsarbeiten an der Strecke ausgeführt werden müssen. Das Verfahren, bei dem alle Einwände betroffener Anlieger geklärt werden müssen, ist jedoch noch nicht beendet. „Daher verschiebt sich das Vorhaben der Streckenverlängerung um ein weiteres Jahr“, erklärt Uwe Grimsehl. Frühestens Ende 2014 rollt die Linie 3 als bis ins Görlinger-Zentrum.


