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Umweltschutz: Grundschüler als Umweltdetektive

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Thomas Wallendorf las den Erstklässlern vor. Foto: Esch
Ein neues Gemeinschafts-Projekt des katholischen Jugendwerks, der Stadt und den AWB will Kölner Mädchen und Jungen mit Hilfe einer Tiergeschichte ein besseres Verständnis für Natur und Umweltschutz vermitteln. Es gibt bereits Erfolge.  Von
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Was haben ein Fuchs, ein Rabe, eine Eule und Grundschulkinder gemeinsam? Sie alle sind besonders schlaue Lebewesen, zum Beispiel, was den sorgsamen Umgang mit der Umwelt betrifft. Und sie sind Figuren in dem Kinderbüchlein, das die Stadt Köln, die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) und die katholische Jugendagentur Köln gerade gemeinsam herausgegeben haben – um das Umweltbewusstsein der Kinder zu schulen.

Die Schüler der Pinguin-Klasse in der Katholischen Grundschule Baadenberger Straße waren die ersten Kinder, die einen Blick hineinwerfen durften. Thomas Wallendorf, ein Mitarbeiter des Offenen Ganztagesbereiches der Schule, dessen Träger die katholische Jugendagentur ist, las ihnen daraus vor.

Schmutziges schwarzes Ding

Die Erstklässler staunten über die Geschichte, in der Fuchs, Eule und Rabe als Umweltdetektive unterwegs sind. „Warum kann sammeln lecker sein?“, lautet der Untertitel.

Auf die Frage erhofften sich die jungen Zuhörer in der Vorlesestunde eine Antwort. Das schmutzige schwarze Ding, das die Tiere in der Geschichte entdecken, ist jedenfalls nicht essbar. Sie treffen zwei Kinder, die ihnen verraten, was sie gefunden haben: eine leere Druckerpatrone. Die Schlussfolgerung der Umweltdetektive: Die hat im Wald nichts zu suchen. Die Tiere begleiten die Kinder zu einem Menschen, der weiß, was mit so einem Ding anzufangen ist: ihre Lehrerin. Sie erklärt, dass die Druckerpatronen nicht einfach in den Müll kommen, sondern in eine Sammelbox.

Vorlesen in der Kuschelecke

Eule, Fuchs und Rabe begutachten eine Druckerpatrone.
Eule, Fuchs und Rabe begutachten eine Druckerpatrone.
Foto: Esch

„Wenn die Box voll ist, lassen wir sie abholen und bekommen dann Geld dafür“, sagt die Lehrerin im Buch. Vorleser Thomas Wallendorf erntete dafür einen kritischen Blick. „Der Fuchs kann doch mit Geld gar nichts anfangen“, sagte ein Junge. Ungeduldig zappelte er auf seinem Sitz und auch die anderen Kinder wollten endlich wissen, warum denn Müllsammeln lecker sein soll. Glücklichweise liefert die Lehrerin im Buch dafür eine Erklärung, die Wallendorf schnell vorlas: „Von dem Geld kaufen wir dann frisches Obst und Gemüse.“

Das ist aber mal eine eine tolle Idee, finden die Kinder im Buch – und das fanden auch die Mädchen und Jungen in der Kuschelecke des Klassenraumes der Grundschule. Vor allem aber ist es eine Idee, die seit einiger Zeit Realität geworden ist: Weil viele Kinder morgens ohne Frühstück in die Schule gekommen waren, begannen Mitarbeiter der Katholischen Jugendagentur damit, ihnen selbst ein gesundes Frühstück anzubieten. Es mangelte aber an finanziellen Mitteln. Sie suchten nach einer Einnahmequelle und fanden eine Lücke im Wertstoffwiederverwertungssystem: Druckerpatronen wurden bislang nicht wiederverwertet. Doch in ihnen sind Edelmetalle enthalten, die sich gut recyclen und verkaufen lassen. So sammelten die Eltern mit den Kindern einiger Schulen leere Druckerpatronen, boten sie Unternehmen zum Kauf an und bekamen dafür Geld – und schließlich sogar den Umweltschutzpreis der Stadt Köln 2011.

Kinder als Umweltdetektive

Die ausgezeichnete Idee möchten die katholischen Jugendwerke, die Stadt und die AWB mit dem Büchlein nun möglichst vielen Kindern nahebringen. Gemeinsam haben sie die Geschichte von den tierischen Umweltfreunden entwickelt. Um damit noch mehr Kinder zu motivieren, Druckerpatronen für das Projekt zu sammeln. „Die Kinder sind schließlich unsere Zukunft. Sie sollen daher früh lernen, dass man viele Abfälle wiederverwerten kann“, sagte Heinz Cosse von den AWB.

Georg Spitzley, der Geschäftsführer der katholischen Jugendagentur, wandte sich direkt an die jungen Zuhörer: „Wir möchten, dass auch ihr Umweltdetektive seid“, sagte er. Und die Gesichter der Kinder verrieten, dass Fuchs, Rabe und Eule künftig mit der Unterstützung der „Pinguine“ rechnen können.

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