29.09.2016
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Einwohnerschwund: Pläne spalten Gemeinderat

Baugrundstücke

Neue Baugrundstücke in Neunkirchen und Seelscheid soll es nach dem Willen der SPD erst einmal nicht geben. (Bild: Petra Römer-Westarp)

Neunkirchen-Seelscheid -

Die beiden geplanten Wohngebiete „Fliederhain-Süd“ und „Wolperath-Renzertstraße“ spalten den Gemeinderat. Dem Antrag der SPD, das geplante Bebauungsverfahren einzustellen, widersprach Bürgermeister Helmut Meng jetzt im Rat. Diese letzte Widerspruchsmöglichkeit eines Verwaltungschefs wird nicht oft angewandt: Meng begründete seinen Entschluss mit dem Wohl der Gemeinde, das er im Falle einer Einstellung des Verfahrens gefährdet sehe.

Im wesentlichen geht es bei der Auseinandersetzung darum, die Einwohnerzahlen zu erhöhen. Union und SPD waren sich darüber einig, dass eine Abwanderung der Bevölkerung langfristig gestoppt werden müsse. Während die CDU die Lösung in der Ausweisung neuer Wohngebiete sieht, einmal zwischen Renzert und Wolperath und in Seelscheid, will die SPD vorhandene Baulücken füllen. Problem dabei ist, dass viele Grundstückseigentümer nicht verkaufen wollen.

Meng befürchtet eine Verteuerung der Infrastruktur, deren Kosten auf immer weniger Schultern verteilt werden. Dazu gehören etwa Straßen, Wasser, Gas und Strom. „Der Preis des Wassers der Wahnbachtalsperre ist hoch. Das Leben hier wird ohnehin teurer werden“, sagte Ulrich Galinsky, Vorsitzender der örtlichen SPD. (rmo)