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Tagebau: Diskussion über Bergschäden

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Beim ersten "Bürgerforum Bergschäden" im Rheinischen Braunkohlenrevier sollen die Geschädigten und Betroffenen im Mittelpunkt stehen. Foto: Markus Clemens
Betroffene können auf dem ersten „Bürgerforum Bergschäden“ am Donnerstag ihre Erfahrungen mit RWE schildern. Die Veranstalter bemängeln, dass Geschädigte zu oft als Einzelfall oder als Querulanten abgetan werden.  Von
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Das Netzwerk Bergbaugeschädigter lädt für Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr, zum ersten "Bürgerforum Bergschäden" im Rheinischen Braunkohlenrevier ein. Die Geschädigten und Betroffenen sollen dabei im Mittelpunkt stehen und die Möglichkeit bekommen, ihre Erfahrungen mit RWE Power zu schildern und Forderungen an das Unternehmen und die Politik zu formulieren.

Dazu zählt zum Beispiel eine Änderung des Bundesberggesetzes, die unaufgeforderte Übergabe sämtlicher Untersuchungsdaten oder die Übernahme der Kosten für Fachleute und Juristen durch RWE Power auch in strittigen Fällen.

Das Bürgerforum findet im Bürgerhaus Neu-Etzweiler statt, somit am Rande des Tagebaus Hambach. Die Veranstalter betonen, dass Bergschäden noch 30 Kilometer vom Rand der Grube entfernt auftreten, und wollen nicht nur über Risse in und Wertverlust von Häusern sowie Vernässungen von Kellern sprechen, sondern auch über die Auswirkungen von Grob- und Feinstaub.

"Nicht immer fair"

Prüfung und Regulierung der Bergschäden lägen weiterhin in der Hand von RWE Power, das "auf allen Ebenen verbissen" um die "Entscheidungshoheit" kämpfe, so der Vorsitzende des Netzwerks, Willi Strauch, und sein Stellvertreter Peter Immekus.

Das gehe aus Sicht der Betroffenen nicht immer fair zu. Der einzelne Bürger werde in den politischen Gremien und in Arbeitskreisen im besten Fall als "Einzelfall" abgetan, im schlechtesten Fall als "Querulant". Die Probleme der Bürger sollen mit Hilfe der Veranstaltung stärker öffentlich gemacht werden. Sie wird von dem freien Redakteur Stephan Pesch moderiert.

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