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Tagebau Hambach: Anlieger wollen zusammenarbeiten

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Nach Ansicht der Initiative Bergbaugeschädigter gehen Gesundheitsgefahren durch Feinstaub nicht nur von den Kraftwerken aus, sondern auch von den Tagebauen. Foto: Udo Beissel
Gemeinsam wollen die Anrainerkommunen des Tagebaus Hambach das Umfeld des Tagebau mitgestalten. Dazu soll nun am 17. Juni im Rathaus Niederzier eine Vereinbarung unterzeichnet werden. Bereits laufende Planungen werden einbezogen.  Von
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Die Anrainerkommunen des Tagebaus Hambach wollen eine Arbeitsgemeinschaft bilden, um das Umfeld des Tagebaus, auch die rekultivierten Gebiete und jene, die noch wieder nutzbar gemacht werden, in Zukunft gemeinsam mitzugestalten.
Der Elsdorfer Planungsausschuss beauftragte jetzt Bürgermeister Wilfried Effertz, eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen. Dazu treffen sich die beteiligten Kommunen, Vertreter des Rhein-Erft-Kreises und das Unternehmen RWE Power, das beratend mitwirken wird, am 17. Juni zur Unterzeichnung im Rathaus Niederzier. Die Gemeinde wird zunächst die Geschäftsführung der Arbeitsgruppe übernehmen.

Es soll eine gemeinsame Vorstellung des Tagebauumfelds entwickelt werden, an der sich einzelne Projekte in den Kommunen und Details der künftigen Rekultivierung orientieren könnten, heißt es in einem Eckpunktepapier, das als Grundlage der Vereinbarung dient. Bereits laufende Planungen werden einbezogen, zum Beispiel das Regionale-Projekt „Terra nova“ und die Überlegungen zu einer „Bergwelt“ Sophienhöhe mit touristischen Attraktionen.

Besser informiert

Zwar wird nicht jedes Thema der Arbeitsgruppe Elsdorf betreffen, aber die Stadtverwaltung sieht große Vorteile in der Kooperation: Die Elsdorfer werden so besser über Projekte in der Umgebung informiert, und eigene Projekte können über die Stadtgrenze hinaus entwickelt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Gestaltung des nördlichen Tagebaurandes zu einem Naherholungsgebiet.

Die Ausschussmitglieder begrüßten die geplante Kooperation und wollen ihre Vorstellungen in den Arbeitskreis einfließen lassen. Das gilt auch für die Grünen, die das Eckpunktepapier allerdings ablehnend zur Kenntnis nahmen, weil darin die Vorteile des Tagebaubetriebs betont werden.

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