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Tagebau: Station misst den Feinstaub

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Die mobile Feinstaub-Messstation bleibt nun ein Jahr lang stehen. Foto: Britta Wonnemann
Ein neuer Messcontainer soll am Elsdorfer Tagebaurand während der kommenden zwölf Monate wieder Feinstaubmessungen durchführen. Voraussichtlich Anfang kommender Woche werden die Messwerte im Internet abrufbar sein.  Von
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Elsdorf-Giesendorf

„Den habe ich doch schon mal gesehen“, wird sich mancher Passant denken, der den großen Container am Giesendorfer Kindergarten sieht. So ist es: Vor knapp sieben Jahren stand an gleicher Stelle eine mobile Messstation des Landesumweltamtes (Lanuv). Nun werden hier wieder Feinstaub und Stickoxide gemessen. So soll unter anderem festgestellt werden, wie sich der Tagebau Hambach auf die Luftqualität an der Grenze zwischen den Elsdorfer Stadtteilen Giesendorf und Berrendorf auswirkt.
„Der Tagebau ist ja gewandert, seit die Station zuletzt hier stand“, erläutert Rolf Schwarz, Koordinator für die Messcontainer des Lanuv. Der Container, eine von vier mobilen Stationen für Industrieanlagen, kommt aus Grevenbroich. Er ergänzt die Daten der festen Messstation in Niederzier, auf der anderen Seite des Tagebaus. Dort wurde 2012 an mehr als 35 Tagen eine Überschreitung der Feinstaub-Grenzwerte gemessen.

Bei den Messungen 2006 in Elsdorf habe es nicht so viele Überschreitungen gegeben, so Schwarz. Daher wurde die Station wieder abgebaut. Nun misst sie zunächst ein Jahr lang. Werden die Grenzwerte 2013 an mehr als 35 Tagen überschritten, könnte sie auch länger stehenbleiben.

Die Antennen messen auch die Windrichtung und die Hintergrundstrahlung. Mit Hilfe einer Pumpe wird die Luft angesaugt. „Die Station arbeitet vollautomatisch“, erklärt Schwarz. Alle paar Sekunden werden Daten übertragen. Voraussichtlich von Anfang kommender Woche an sind die Messwerte im Internet sowie im Videotext der dritten Programme, Seite 178, abrufbar.

„Wir sind froh, dass wir die Station jetzt hier haben“, betont Karl Heinz Ochs, Vorsitzender der „Initiative Bergbaugeschädigter 50189“. Die Mitglieder hatten, ebenso wie die Kommunalpolitik, mit Nachdruck eine Messstation gefordert und Vertreter der Behörden eingeladen, sich die Situation am Tagebaurand anzuschauen.

www.lanuv.nrw.de

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