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Bürgermeisteramt: Kandidaten stehen in den Startlöchern

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Symbolbild Wahl Foto: dpa (Archiv)
Die Parteien in Erftstadt bereiten sich, nach dem Rücktritt von Dr. Franz-Georg Rips (SPD), auf die bevorstehende Neuwahl zum Bürgermeister vor. Wenn es nach den Erftstädtern geht, soll diese am 12. Mai stattfinden.  Von
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Entschieden ist noch nichts. Doch die Parteien in Erftstadt machen sich nach dem Rücktritt von Dr. Franz-Georg Rips (SPD) startklar für die bevorstehende Neuwahl ihres Bürgermeisters. Diese soll nach Wünschen aus der Erftstädter Politik am 12. Mai stattfinden. Der Landrat setzt den Termin fest.
Mit einem erfahrenen und bekannten Kandidaten wird wohl die CDU ins Rennen gehen. Bei der Kommunalwahl 2009 war Volker Erner als Bürgermeisterkandidat angetreten und hatte nur knapp gegen Rips verloren.

Volker Erner (CDU)
Volker Erner (CDU)
Foto: Komuth

Seit dessen Rücktritt führt Erner, der seit 2001 Jahren Beigeordneter der Stadt Erftstadt ist, die Amtsgeschäfte. Aus den Reihen der Christdemokraten scheint daher offenbar niemand geeigneter als der 50-Jährige. Erner bestätigt: Partei- und Fraktionsvorstand hätten ihn gefragt, ob er kandidieren wolle. „Ich habe Ja gesagt.“ Er würde gerne Verwaltungschef werden. „Aber ich schätze das Votum der Mitgliederversammlung“, sagt Erner.

Der Parteivorstand will sich am 24. Januar auf einen Kandidaten verständigen. Am 27. Februar werden dann laut Parteivorsitzendem Michael Schmalen alle Parteimitglieder abstimmen und offiziell einen Kandidaten nominieren.

Peter Isakeit (SPD)
Peter Isakeit (SPD)
Foto: Komuth

Auch bei den Erftstädter Sozialdemokraten scheint nur ein Kandidat in Frage zu kommen. „Mir ist zumindest nur eine erklärte Absicht bekannt“, sagt SPD-Vorsitzender Uwe Wegner und meint damit Peter Isakeit. Mit dem 46-jährigen Rechtsanwalt aus Lechenich werde sich die SPD keinesfalls blamieren, heißt es in Politikerkreisen. Er sei den Bürgern bekannt, habe einen guten Ruf und sei als zweifacher Familienvater durchaus beliebt. Isakeit: „Das Amt ist reizvoll, denn man wird direkt vom Volk gewählt. Und man kann viel in Erftstadt anstoßen.“ Die SPD-Mitglieder entscheiden laut Wegner Mitte bis Ende Februar, wer für sie ins Rennen geht.

Überraschend für viele ist die Wortmeldung von Wolfgang Brost, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Soziales. Der 60-Jährige bestätigt: „Ich überlege, bei der Wahl anzutreten.“ Trotz Parteibuch der SPD würde er als Unabhänger kandidieren, obwohl er sich sehr gern dem Votum einer SPD-Mitgliederversammlung gestellt hätte. Schließlich stamme er aus einer Bergmannsfamilie und sei überzeugter Sozialdemokrat. „Doch der Fraktionsvorsitzende ist das Problem.“ Er sei im Sozialpolitischen öfter in der Sache anderer Meinung als Bernd Bohlen.
Nun wolle er, Brost, sich Ende Januar entscheiden, ob er sich zur Wahl stelle. „Ich warte erst einmal die Reaktionen ab“, erklärt er. „Ich will sehen, ob ich überhaupt eine Chance hätte.“

Spätestens Mitte Februar werden auch Bündnis 90/Die Grünen einen Kandidaten bekannt geben. Das verspricht Fraktionsvorsitzender Adi Bitten. Ende Dezember hatte der Parteivorstand beschlossen, auf jeden Fall jemanden ins Rennen zu schicken. Bitten bestätigt, er habe Interesse bekundet. Erfahrung als Bewerber hat er bereits. Denn für die Wahlen 2004 und 2009 war er von seiner Partei als Bürgermeisterkandidat aufgestellt worden.
Die FDP will im Laufe des Monats entscheiden, ob sie einen Kandidaten aufstellen wird. Ein Aspirant scheint sich aber nicht zu finden.

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