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Musikverein Friesheim: Triumphmarsch zum 100. Geburtstag

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Mit einem Feuerwerk vor Burg Redinghoven wurde das 100-jährige Bestehen des Musikvereins Friesheim gefeiert.  Foto: Dr. Horst Komuth
Der Musikverein Friesheim hat zu seinem 100. Geburtstag etwas ganz Besonderes auf die Beine gestellt. Am Wochenende gab es auf der Festwiese der Burg Reginghoven ein großes Fest mit viel Musik und einem großem Feuerwerk.  Von
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Zur Feier seines 100. Geburtstages wollte der Musikverein Friesheim etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen, und tat es auch. Auf der Festwiese der Burg Redinghoven organisierten die Musiker und Unterstützer am Wochenende ein großes Fest, natürlich mit viel Musik. Den Höhepunkt bildete am Samstag die Magic Night, zu der mehr als 1000 Besucher auf das Veranstaltungsgelände strömten. Mit den Musikfreunden feierten auch Gäste aus Friesheim an der Donau und von befreundeten Orchestern, unter anderem aus Großbritannien.

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Mit besonderer Spannung wurde nach den Auftritten verschiedener Bands das Zusammenspiel des eigens für das Open-Air-Festival gegründete Jubiläumsorchesters erwartet. Um 21 Uhr betraten unter dem Motto „100 Jahre – 100 Musiker“ die aktiven Mitglieder des Musikvereins Friesheim und der Musikfreunde Urfeld auf die Bühne. Unter der Leitung von Matthias Kiefer erfüllte das Mammutorchester den Sommerabend mit einer abwechslungsreichen Reise durch die Musik- und Filmgeschichte.

Neben klassischen Melodien wie dem Triumphmarsch aus der Verdi-Oper erfreute ein James-Bond-Medley, die Titelmelodie aus dem Film „die glorreichen Sieben“, Musicalklassiker und weitere Ohrwürmer zwei Stunden lang das Publikum, bevor das große Finale anstand.

Zum Feuerwerk auf der Festwiese spielte das Jubiläumsorchester zwei Kompositionen des Japaners Satoshi Yagisawa für sinfonische Blasorchester.
Laut Chronik wurde der Musikverein Friesheim im Februar 1913 gegründet und hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt bei der Fronleichnamsprozession. Sowohl der Leiter, Hauptlehrer Karl Jacobs, als auch seine Orchesterkollegen besaßen vor der Gründung „keinerlei Instrumentenkenntnisse“. So war die Zusage zum Auftritt an Fronleichnam von Jacobs auch eher als Scherz gemeint, den die Gemeinde allerdings missinterpretierte und dem Orchester ein Fass Bier als Gage bot.

Über die Güte des Konzertes steht nichts in der Chronik, aber die Herren spielten wacker auch und erhielten ihre versprochene Gage.
Kurz darauf, im Ersten Weltkrieg, ruhte jeglicher Vereinsbetrieb, wurde im Mai 1919 allerdings wieder aufgenommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg formierten sich langsam neue Besetzungen, aber erst 1968 erfolgte die offizielle Neugründung des Musikvereins und des Blasorchesters. Seitdem ist der Musikverein aus dem kulturellen Leben von Friesheim und der Region nicht mehr wegzudenken.

Konzerte im In- und Ausland und natürlich im Kölner Dom sorgen für ein großes Renommee des Orchesters, das heute auch eine eigene Jugendabteilung umfasst.

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