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Schutzwall: Weniger Lärm aber keine Stille

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Stoßstange an Stoßstange fahren die Brummis im Erfttal-Dreieck an Blessem, das links hinter der Böschung liegt, vorbei. Foto: Dr. Horst Komuth
Der Landesbetrieb Straßen hat einen Schutzwall für Blessem angekündigt, der nächstes Jahr fertig sein soll. Vor allem profitieren die nächstgelegenen Anlieger des Schutzwalls davon. In weiterer Entfernung ist der Effekt geringer.  Von
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Erftstadt-Blessem

Nachdem Gymnich und Dirmerzheim bereits Lärmschutzwände erhalten haben ist nun Blessem an der Reihe. Auch dieser Erftstädter Stadtteil soll demnächst vom Lärm der stark befahrenen Autobahn abgeschirmt werden. Hier ist die Beeinträchtigung besonders stark, da der Ort westlich des Erfttal-Dreiecks (bestehend aus den Autobahnen 1 und 61) liegt und bei vorherrschender Westwind-Wetterlage fast immer unter Lärm zu leiden hat.

Auf einer Bürgerversammlung im Landgasthof „Blessemer Eck“, zu der Ortsbürgermeister Helmut Zimmermann und der Landesbetrieb Straßen eingeladen hatten, wurden die Details erläutert. Ermöglicht werde das neue Bauwerk durch eine „Änderung der Anspruchskriterien“ für Lärmbelästigung, sagte Bernd Egenter, Leiter der Planungsabteilung beim Landesbetrieb. Zudem hätten Politiker vor Ort das Thema frühzeitig erkannt und daran gearbeitet.

Höhe von 6,50 Meter

Rege diskutiert wurden die ausgehängten Pläne von den Bürgern.
Rege diskutiert wurden die ausgehängten Pläne von den Bürgern.
Foto: Dr. Horst Komuth

Genau in diesem Zusammenhang fühlte sich Ratsfrau Carla Neisse-Hommelsheim angesprochen, die betonte, dass sie schon seit 1994 am Thema dran sei. Sie bat die Bürger, den Planern Vertrauen zu schenken, dass diese eine „baulich optimale Lösung für Blessem“ realisierten. Höher als 6,50 Meter dürften die Wände nach den Vorgaben des Bundes nicht gebaut werden.

Wie Straßenbau-Experte Egenter erläuterte, würden vor allem die nächstgelegenen Anlieger des Schutzwalls von deutlich verminderter Lärmbelästigung profitieren, wohingegen unvermeidlich in weiterer Entfernung der Effekt geringer sein könne, da Schallwellen durch den Wall abgelenkt und in größerer Entfernung wieder auf den Boden treffen würden. Ein Bewohner Liblars erklärte, dass selbst in 2000 Metern Entfernung noch 49 Dezibel Autobahnlärm gemessen werden könnten. Durch den Wall werde es nicht still in Blessem, aber sogenannte „Lärmspitzen“, hervorgerufen durch Motorräder oder Lastwagen, gemindert. „Die Störwirkung wird geringer“, formulierte Egenter.

Lärmpegel wird gesenkt

Die Länge der Betonkonstruktion für die Schutzwand beträgt 530 Meter. Ein Teil wird auf auf einen vorhandenen Erdwall gesetzt. Insgesamt soll der Stadtteil auf einer Länge von 700 Metern geschützt werden.

Die Höhe des Bauwerks beträgt, gemessen ab der Fahrbahnkante, 6,50 Meter. Der Lärmpegel wird um drei Dezibel abgesenkt.

Beginnen sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2014. Gebaut wird von beiden Seiten des Walls.

Die Bauzeit beträgt etwa sechs Monate, Die Kosten liegen bei 1,9 Millionen Euro. (kom)

Die Lärmschutzwand werde zur Autobahn hin eine Rippenstruktur mit grobporiger Oberfläche haben, um beim Auftreffen der Schallwellen möglichst große Mengen des Lärms zu absorbieren. Um Noch mehr Effekt und Entlastung der Autobahnanwohner zu erzielen, werde die Fahrbahndecke in den nächsten beiden Jahren durch eine neue Schicht ersetzt. Die Autobahnniederlassung Krefeld werde den Belag in den nächsten beiden Jahren auftragen lassen. Dieser sorge dafür, dass weitere zwei Dezibel Lärm geschluckt würden.

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