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Festtags-Pfunde: Die Weihnachtsgans einfach wegspazieren

Lecker aber mächtig: Gans mit Rotkohl und Klößen essen die Deutschen am liebsten zu Weihnachten. Foto: dpa
Gänsebraten und Klöße, Stollen und Weihnachtsgebäck. Dazu Wein und Sekt, stundenlanges Sitzen, wenig Bewegung. Kein Wunder, dass sich über die Weihnachtstage schnell mehr Speck auf den Hüften sammelt. Mit diesen Tipps lassen sich die Zusatzpfunde ohne allzu viel Verzicht vermeiden.
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Kalorienreiches Essen, mehr Alkohol und weniger Sport als sonst: Das eine oder andere Kilo mehr ist nach der Weihnachtszeit fast programmiert. Doch so weit muss es gar nicht erst kommen, sagt auch Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Nach einem deftigen Essen ist der Körper mit der Verdauung beschäftigt, nach einer Weihnachtsgans kann das vier Stunden dauern, erklärt Froböse. Das lange Sitzen verlangsamt den Stoffwechsel zusätzlich. Der Energieverbrauch sinkt, und von der Weihnachtsgans wird mehr gespeichert als verbraucht.

Die wichtigste Maßnahme: Bewegung

Ein Spaziergang regt am besten die Verdauung an.
Ein Spaziergang regt am besten die Verdauung an.
Foto: dpa

„Wer sich nach dem Essen bewegen will, kann ruhige Spaziergänge machen oder beim Krafttraining mit reduzierter Belastung trainieren“, rät der Sportwissenschaftler. Vor allem zwischen den einzelnen Mahlzeiten ist Bewegung angesagt. „In dieser Zeit kann der Körper zwar keine Höchstleistung bringen, und das sollte man auch nicht von seinem Körper erwarten, aber leichte Bewegung ist genau das richtige.“

Rechtzeitig aufhören

Gerade die große Auswahl an Essen über die Feiertage animiert dazu, sich immer wieder voll zu essen. „Das sollten Sie allerdings vermeiden“, rät Ingo Froböse. Ein angenehmes Sättigungsgefühl sei der richtige Weg - also nicht erst aufhören, bevor man sprichwörtlich kurz vor dem Platzen steht. Wann man genug gegessen hat lässt sich leichter herausfinden, wenn man das Essen langsam genießt und gut kaut.

Die Mahlzeiten planen

Wer für mittags einen deftigen Braten plant, hält sich am besten beim Frühstück zurück und isst zum Beispiel nur Joghurt, Obst und Vollkornflocken. Beim Mittagessen sollte man dann die Portionen so wählen, dass das Fleisch als delikate, kleinere Beilage und das Gemüse oder die Teigwaren als größerer Anteil auf dem Teller liegen, rät die Verbraucher Initiative in Berlin.

Während der Festtage sollten wir Alkohol in Maßen und nicht schon mittags genießen.
Während der Festtage sollten wir Alkohol in Maßen und nicht schon mittags genießen.
Foto: dpa

Als Vorspeise empfiehlt die Organisation einen frischen Salat mit einem leichten Dressing oder eine klare Gemüsesuppe, als Dessert einen Obstsalat oder ein Fruchtparfait. Nach einem reichhalten Nachmittagskaffee mit Stollen und Gebäck steht abends am besten ebenfalls leichte Kost auf dem Speiseplan: Rohkost und Vollkornbrot zum Beispiel.

Auf Ballaststoffe achten
Sinnvoll ist es außerdem, an den Festtagen darauf zu achten, genügend Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen. Sie sind reich an Ballaststoffen, die wichtig für eine gut funktionierende Verdauung sind.

Mittags noch keinen Alkohol

„Trinken Sie auch nicht zu jedem Essen und nicht schon am Mittag Alkohol“, empfiehlt Sportwissenschaftler Froböse. Dieser habe unheimlich viel Energie, die man durch mehr Bewegung verbrennen müsse.

Das Wichtigste zum Schluss: Die Völlerei allein macht nicht dick. „Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu - man nimmt zwischen Neujahr und Weihnachten zu“, sagt der Mediziner Prof. Hans-Georg Joost vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. (dpa/ef)

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