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Viehplätzchen-WM in Euskirchen: Nationalität spielte keine Rolle

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Zwölf Teams unterschiedlicher Altersklassen traten bei der Viehplätzchen-WM auf der Wiese an der Stadtmauer gegeneinander an.  Foto: Nolden
Zwölf Mannschaften unterschiedlicher Altersklassen und Nationalitäten sind am Samstag bei der Viehplätzchen-WM in Euskirchen gegeneinander angetreten. Ein positives Beispiel für gelebte Integration.  Von
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Es war eine Premiere für die Viehplätzchen-WM: Schon zum Auftakt strahlte die Sonne über der Wiese zwischen Stadtmauer und Jugendzentrum. „Wir haben ideales Fußballwetter“, freute sich Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, der das Turnier eröffnete.

Zwölf Mannschaften unterschiedlicher Nationalitäten traten bei der kleinen WM gegeneinander an. Organisiert wurde die Sportveranstaltung vom Integrationsrat der Stadt Euskirchen, vom Stadtsportverband und HJPPlaner, die für die Sanierung des Viehplätzchens zuständig sind.

Jedes Jahr besser aufgestellt

Zwei Mannschaften stellte der Integrationsrat selber, die restlichen kamen aus Vereinen und Organisationen, die dem Viehplätzchen nahe sind. So trat das Jugendzentrum der Caritas mit einer Mannschaft an, außerdem spielten die portugiesische und die türkisch-islamische Gemeinde mit.

„Wir kommen dem Ziel der gelebten Integration immer näher“, sagte Jan-Uwe Brandt vom Stadtsportverband. Auch organisatorisch ist das Turnier jedes Jahr besser aufgestellt. So gab es dieses Mal zum ersten Mal professionelle Schiedsrichter – bei den letzten Durchgängen hatten die Mitspieler noch selber Unparteiische stellen müssen.

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und SPD-Mann Michael Stabel wagten sich ebenfalls an den Kicker, konnten gegen die Jungs aus der Jugendvilla aber keinen Sieg erspielen.  Foto: nolden

Neben dem integrativen Gedanken spielte auch ein wenig Politik mit ins Turnier. Es spielten sowohl Mannschaften der Jungsozialisten (Jusos) und der jungen Liberalen (Julis) mit, die sich vorgenommen hatten, den Pokal zu holen. „Wer hier gewinnt, gewinnt auch die Bundestagswahl“, verkündete Frederik Schorn von den Julis.
Die Jusos, die mit einer gemischten Mannschaft antraten, ließen sich davon nicht abschrecken.

„Wir sind nicht die Besten, aber für die Julis sollte es reichen“, konterte Emmanuel Kunz, der Juso-Vorsitzende des Kreises. Natürlich war dieser politische Schlagabtausch für die beiden Gruppen eher humorvoll gemeint und nebensächlich. In der Hauptsache ging es darum, die Integrationsveranstaltung zu unterstützen und mit den anderen Teams ein bisschen Spaß zu haben.

„Das ist eine gute Sache für die Jungs“
Alexander Zimmer, Jugendvilla

So sah es auch Alexander Zimmer von der Jugendvilla: „Das ist eine gute Sache für die Jungs.

Selbst wenn wir verlieren, ist es eine gute Erfahrung.“ Die Qualitätsunterschiede zwischen den Teams traten recht deutlich zutage, da einige Gruppen nur für den Spaß antraten, andere hingegen aus Fußballvereinen stammten und deutlich geschickter auf dem Platz agierten.

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Zeitgleich lief ein Kicker-Turnier, außerdem gab es eine Hüpfburg und Kinderschminken. Der Märchenerzähler Jens Gottschalk erzählte Märchen für Erwachsene, dazu bot der Integrationsrat libanesische Köstlichkeiten an.

„Meine Frau arbeitet schon anderthalb Wochen daran“, so der Vorsitzende Riad Atriss, der seit dem ersten Jahr zu den Organisatoren des Turniers gehört. Für ihn ist Integration eine Selbstverständlichkeit: „Ich bin seit 30 Jahren hier und fühle mich wohl“, so Atriss.

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