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Konzert beim Summerjam: Willkommen zuhause, Gentleman

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Top-Act am Samstagabend: Gentleman. Foto: Max Grönert
Gute Laune, „Jump“-Kreischer, aber auch ein wenig Sozialkritik: Das Summerjam-Publikum hat den Kölner Tilmann Otto alias Gentleman auf der Hauptbühne kräftig umjubelt. Der Dank: Gentleman gab eine Zugabe nach der anderen.  Von
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Köln

„Willkommen zuhause!“, so einfach wie herzlich wird der Kölner Tilmann Otto alias Gentleman am Samstagabend auf der Hauptbühne des Summerjam begrüßt. Der Platz vor ihm ist voll, mindestens ebenso voll wie bei Snoop Lion am Abend zuvor. Bei diesem finalen Headliner aber tritt nicht die Hälfte des Publikums die Flucht an – selbst als er am Ende Zugabe an Zugabe reiht und gar nicht mehr aufhören will. 

Doch von Anfang an: Gentleman macht’s spannend, lässt einen Song allein von seinen Backgroundsängerinnen singen – Respekt: die beiden Damen haben auch den vorangegangenen Auftritt von Richie Stephens schon begleitet –, singt noch einige Minuten mit, ohne sich dem Publikum zu zeigen und springt erst dann mit einem kreischenden „Summerjam“ auf die Bühne. Die Menge tobt und folgt willig Gentlemans häufig wiederholter Aufforderung „Jump!“. Dessen „Summerjam“- und „Jump“-Kreischer scheinen ein Indikator für Freude zu sein. Die Folgerung: Das Summerjam-Konzert macht den 38-Jährigen ziemlich glücklich, vor allem zum Ende hin.

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Pfandbecher für Uganda

Doch Gentleman hat auch ein wenig Sozialkritik in seiner Show eingeplant. Zugegebenermaßen so wenig, dass diese Kritik auch genauso gewirkt: getimet, geplant, oberflächlich. Erst streckt er seine Hände zum Publikum aus, erklärt hastig: „Wir sammeln Pfandbecher für Uganda!“, fordert zum Spenden auf, doch dann, natürlich, der nächste Song, keine Zeit mehr für Pfandbecher oder Uganda, Gentleman muss laufen, rennen, schwitzen auf der Bühne – was er ohnehin viel besser kann. „Think about the people in Istanbul, in Kairo!“, schreit er dann. „Stand up!“ Und ganz gleich in welchem Song fordert er immer wieder zum sozialen Aufstand auf: „Revolution!“.

Zugabe an Zugabe

Ansonsten aber liefert Gentleman eine überzeugende Hitparade ab, von „Different Places“, über „Runaway“ und „Superior“ bis hin zu „Dem Gone". Als besondere Überraschung lädt er erst seinen Produzenten und Mentoren Richie Stephens, der bereits vor ihm aufgetreten ist, für zwei Songs zurück auf die Bühne. Und stellt dann noch seinen „Brother-from-another-mother“ (Bruder von einer anderen Mutter) vor: Alborosie. Auch der ist dem Publikum natürlich bestens bekannt: Vor zwei Stunden ist er selbst noch auf der Hauptbühne aufgetreten.

Eigentlich wäre der Auftritt der Drei ein spektakulär-friedliches, beinahe schon kitschiges Ende gewesen, doch wie gesagt: Für Gentleman ist noch lange nicht Schluss. Er reiht Zugabe an Zugabe, die Lichter gehen aus, wieder an, bis er um ein Uhr unter tosendem Applaus die Bühne verlässt. Dieses Mal wirklich zum letzten Mal.    

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