„The Place Beyond the Pines“: Derek Gianfrances Generationsporträt über das Erbe der Väter macht die Identifikation manchmal schwer, besticht aber durch sorgfältig ausgearbeitete Charaktere und mitreißende Atmosphäre. Von Jessica Düster
Filmischer Angriff auf die USA: „Olympus has fallen“ von Antoine Fuqua liefert zwar wenig hintergründig Erhellendes, kommt aber trotzdem als mustergültiger Actionthriller mit gut gemachter "Stirb-langsam-Spannung" daher. Von Ina Henrichs
Im neuen Drama "Before Midnight" von Richard Linklater stellen sich Julie Delpy und Ethan Hawke der Ehe. Im Gegensatz zu den beiden märchenhaften Vorgängerfilmen, führt der dritte Teil des Beziehungsdramas in die Alltagsrealität. Von Frank Olbert
30 Menschen auf einem kleinen Schiff, 1500 Kilometer Seefahrt - da sind zwischenmenschliche Krisen vorprogrammiert. "Die Piroge" liefert mit eindringlichem Schauspiel und filigranen Charakterzeichnungen den Auftakt zum Africologne Theaterfestival. Von Jessica Düster
Studentenunruhen im Mai 1968 in Paris: Tagsüber drückt Gilles die Schulbank, nachts sprüht er systemkritische Parolen an die Wände. Olivier Assayas neuer Film wirkt trotz des politischen Hintergrunds geradezu verträumt. Von Frank Olbert
Der dritte und letzte Teil der Kultreihe „Hangover": Vier Jahre nach dem ersten Teil kehren die Chaoten um die Schauspieler Bradley Cooper und Zach Galfianakis zurück zum Ort des Debütfilms. Das ist nicht sensationell, eher solide albern.
In "Epic" geht es im Gewand eines Actionfilm um nicht weniger als die Existenz der Natur. Obwohl die Handlung teils schematisch wirkt, werden sich auch ältere Kinder nicht langweilen: es gibt Momente zum Staunen und die niedlichen Figuren bewegen sich lebensecht. Von Jessica Düster
Mit „Paradies: Hoffnung“ legt Ulrich Seidl den letzten Teil seiner traurig-komischen Trilogie vor. Auch in diesem Film ist es wieder die Kombination von Schauspiel-Novizen und gestandenen Darstellern, die für eine eigentümliche Stimmung sorgt. Von Frank Olbert
Staub hatte sich auf der Star Trek-Saga angesetzt, den Regisseur J.J. Abrams abgewischt hat. In seinem zweiten Teil der Saga setzt er vor allem auf Action und Fragen wie was ein Leben wert ist, wenn Tausend andere gerettet werden können. Von Milan Pavlovic
Dokomentarfilmerin Janet Tobias erzählt in „No Place on Earth“, die unwahrscheinlich wirkende aber reale Geschichte von jüdischen Familien, die sich während des NS-Regimes 511 Tage in einem ukrainischen Höhlensystem versteckt haben. Von Amelie Lessmann
Regisseur Steven Soderbergh ist müde geworden. Ihn erschöpft der Aufwand, den ein Film bedeutet. „Side Effects“ ist vielleicht der letzte Kinofilm des Meisters. Gezeigt wird das Sittenbild einer Gesellschaft, die sich mit Pillen und Geld narkotisiert. Von Frank Olbert
„Das Leben ist nichts für Feiglinge“ erzählt die Geschichte eines Vaters und seiner Tochter, die versuchen über den Tod von Frau und Mutter hinwegzukommen. Wotan Wilke Möhring glänzt als gestresster Witwer in dieser ungewöhnlichen Komödie. Von Uwe Mies
Im Thriller „Broken City" spielt Russel Crowe einen Bürgermeister, der einen Detektiv mit der Beschattung seiner Ehefrau beauftragt. Der Film mit Mark Wahlberg und Catherine Zeta-Jones über Korruption in der Politik ist nah an der Realität. Von Jessica Düster
Ein ehemaliger RAF-Terrorist wird aus dem Gefängnis entlassen und muss sich nun von seiner Vergangenheit befreien. Nina Grosse verfilmt Bernhard Schlinks Roman „Das Wochenende“ mit einem exquisiten Ensemble. Von Frank Olbert
Die neue Animation „Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer“ zeigt den germanischen Gott als tollpatschigen Teenager. Ein krasser Gegensatz zu dem Thor aus den Hollywood-Produktionen. Mit anderen europäischen Trickfilmen kann Teenie-Thor jedoch mithalten. Von Jessica Düster
Sally Potters aktueller Film erzählt die Geschichte zweier Mädchen im Nuklearzeitalter. Die eine engagiert sich gegen Atomwaffen, die andere interessiert sich vor allem für Männer. Ein Film über Angst, Feminismus und das Erwachsenwerden. Von Frank Olbert
Die erste US-Produktion des dänischen Regisseurs Niels Arden Oplev überzeugt nur teilweise: Zwar lebt der Film von seinen mehrdimensionale Figuren und überzeugenden Schauspielern, doch es gibt ein paar Längen, Unwahrscheinlichkeiten und logische Fehler zu viel. Von Jessica Düster
Joachim Triers Protagonist Anders in seinem neuen Film „Oslo“ ist ein trauriger Antiheld. Er benutzt sein Lächeln als mimische Floskel und hat jede Hoffnung auf eigenen Glück aufgegeben. Deshalb macht er sich auf uns sucht nach Gründen gegen einen Suizid. Von Robert Cherkowski