In "Epic" geht es im Gewand eines Actionfilm um nicht weniger als die Existenz der Natur. Obwohl die Handlung teils schematisch wirkt, werden sich auch ältere Kinder nicht langweilen: es gibt Momente zum Staunen und die niedlichen Figuren bewegen sich lebensecht. Von Jessica Düster
Mit „Paradies: Hoffnung“ legt Ulrich Seidl den letzten Teil seiner traurig-komischen Trilogie vor. Auch in diesem Film ist es wieder die Kombination von Schauspiel-Novizen und gestandenen Darstellern, die für eine eigentümliche Stimmung sorgt. Von Frank Olbert
Staub hatte sich auf der Star Trek-Saga angesetzt, den Regisseur J.J. Abrams abgewischt hat. In seinem zweiten Teil der Saga setzt er vor allem auf Action und Fragen wie was ein Leben wert ist, wenn Tausend andere gerettet werden können. Von Milan Pavlovic
Dokomentarfilmerin Janet Tobias erzählt in „No Place on Earth“, die unwahrscheinlich wirkende aber reale Geschichte von jüdischen Familien, die sich während des NS-Regimes 511 Tage in einem ukrainischen Höhlensystem versteckt haben. Von Amelie Lessmann
Regisseur Steven Soderbergh ist müde geworden. Ihn erschöpft der Aufwand, den ein Film bedeutet. „Side Effects“ ist vielleicht der letzte Kinofilm des Meisters. Gezeigt wird das Sittenbild einer Gesellschaft, die sich mit Pillen und Geld narkotisiert. Von Frank Olbert
„Das Leben ist nichts für Feiglinge“ erzählt die Geschichte eines Vaters und seiner Tochter, die versuchen über den Tod von Frau und Mutter hinwegzukommen. Wotan Wilke Möhring glänzt als gestresster Witwer in dieser ungewöhnlichen Komödie. Von Uwe Mies
Im Thriller „Broken City" spielt Russel Crowe einen Bürgermeister, der einen Detektiv mit der Beschattung seiner Ehefrau beauftragt. Der Film mit Mark Wahlberg und Catherine Zeta-Jones über Korruption in der Politik ist nah an der Realität. Von Jessica Düster
Ein ehemaliger RAF-Terrorist wird aus dem Gefängnis entlassen und muss sich nun von seiner Vergangenheit befreien. Nina Grosse verfilmt Bernhard Schlinks Roman „Das Wochenende“ mit einem exquisiten Ensemble. Von Frank Olbert
Die neue Animation „Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer“ zeigt den germanischen Gott als tollpatschigen Teenager. Ein krasser Gegensatz zu dem Thor aus den Hollywood-Produktionen. Mit anderen europäischen Trickfilmen kann Teenie-Thor jedoch mithalten. Von Jessica Düster
Sally Potters aktueller Film erzählt die Geschichte zweier Mädchen im Nuklearzeitalter. Die eine engagiert sich gegen Atomwaffen, die andere interessiert sich vor allem für Männer. Ein Film über Angst, Feminismus und das Erwachsenwerden. Von Frank Olbert
Die erste US-Produktion des dänischen Regisseurs Niels Arden Oplev überzeugt nur teilweise: Zwar lebt der Film von seinen mehrdimensionale Figuren und überzeugenden Schauspielern, doch es gibt ein paar Längen, Unwahrscheinlichkeiten und logische Fehler zu viel. Von Jessica Düster
Joachim Triers Protagonist Anders in seinem neuen Film „Oslo“ ist ein trauriger Antiheld. Er benutzt sein Lächeln als mimische Floskel und hat jede Hoffnung auf eigenen Glück aufgegeben. Deshalb macht er sich auf uns sucht nach Gründen gegen einen Suizid. Von Robert Cherkowski
Die Literaturverfilmung „Mitternachtskinder“ von Deepa Mehta ist eine Enttäuschung: Die Figuren wollen einem nicht wirklich nahe kommen und es wirkt so, als hätte den Machern die Kraft gefehlt, um sich von der Buchvorlage zu trennen und etwas eigenes zu schaffen. Von Frank Olbert
Regisseur Thomas Vinterberg hat wieder einen Film über Kindesmissbrauch gedreht. Mads Mikkelsen spielt in „Die Jagd“ einen Erzieher, dem zu Unrecht vorgeworfen wird, ein Mädchen sexuell belästigt zu haben. Ein beklemmendes Drama. Von Uwe Mies
Nach Ulrich Seidls hoch gelobtem Film „Paradies: Liebe" erscheint nun der zweite Teil der Trilogie: „Paradies: Glaube". Ein Film über Liebe, Sehnsucht und unerfüllte Wünsche, der ganz nebenbei auch noch Lust auf den dritten Teil macht. Von Frank Olbert
Mit dem neuen 3-D-Animationsfilm „Die Croods" haben Kirk DeMicco und Chris Sanders das Rad zwar nicht neu erfunden, aber: Die animierten Steinzeitmenschen mit fliehender Stirn sind neu. Nur die Jeans gab's damals schon. Von Frank Olbert
Köln. Ewan McGregor landet im Teigmantel, weil die Giganten in „Jack and the Giants“ nichts lieber mögen als Menschenfleisch in Fladen. Skurrile Typen und Situationen gibt es im neuen Film von Bryan Singer zuhauf — gedreht als Märchen in 3-D. Von Frank Olbert
Köln. In „Immer Ärger mit 40“ geht es um das alte Motiv der Midlife-Crisis — in Form von Geldsorgen und Sexfrust. Judd Apatow bietet die Stars der US-Komödienszene in seinem Slapstick-Film auf und lässt sie die Normalität auf Humor abklopfen. Von Robert Cherkowski