Am Anfang ist das mit dem Paddeln ein bisschen wie mit einem Schwebebalken. „Wenn man ungeübt auf einen ganz dünnen Balken steigen soll – fällt man hundertprozentig runter. Bei zehn Zentimetern Breite ist das unwahrscheinlich.“ Max Hoff muss es wissen, denn er ist Weltmeister. Im Kajak, dem (zusammen mit dem Canadier-Sport) auf der Messe „Boot“ in Düsseldorf eine eigene Welt gewidmet wird: die World of Paddling. Es ist also davon auszugehen: Paddeln kommt.
Kajak oder Canadier?
Vor dem Kauf eines Boots stellt sich die entscheidende Frage: Will ich alleine fahren oder zu mehreren? Ist man alleine, ist der Kauf eines Kajaks (im Bild vorne) die beste Variante. Will man zu zweit oder dritt fahren, schafft man sich besser einen Canadier (hinten) an. Der Unterschied neben der Platzanzahl: Im Kajak sitzt man, im Canadier kniet man vorwiegend. Max Hoffs Tipp für Einsteiger: „Am Anfang sollte man ein breites Boot wählen, das kippstabil und robust ist.“
Achtung, die Boote sind schwer, sie wiegen zwischen 25 und 40 Kilo.
Kosten: Kajaks gibt es ab 1000 Euro, Canadier ab 1500 Euro.
Foto: Jörn NeumannGenügend Gewässer, in denen man sein Geschick auf dem Wasser versuchen kann, gibt es in der Region. „Der Fühlinger See eignet sich für Anfänger, aber auch die Talsperren hier in der Region“, sagt Olaf Gatz vom Kölner Kanu-Händler Gatz Kanus. Soweit, so gut. Dann muss man sich entscheiden: Will man wandern, rennen oder Wildwasserfahren? Nichts jedoch geht ohne Equipment.
Was man als Anfänger alles braucht und wie man sich für welches Boot entscheidet, haben wir uns erst von Max Hoff erklären lassen und haben mit diesem Wissen beim Kölner Kanufachmann Gatz vorbeigeschaut. Der Anfang wird schwer. Doch nicht vergessen: „Umfallen kann man immer.“ (Max Hoff)



