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F1-Testfahrten: Vettel schneller als Alonso

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Sebastian Vettel testet aktuell in Barcelona.  Foto: Getty Images
Mit einer deutlichen Bestzeit hat Sebastian Vettel die Konkurrenz bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya geschockt. Mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung konnte der dreifache Weltmeister seine Kontrahenten schocken.
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Barcelona

Kurz vor Mittag drehte Sebastian Vettel mal ein bisschen auf. Der jüngste Dreifach-Weltmeister der Formel 1 verwies nach der ersten Hälfte des Auftakttesttages auf dem Circuit de Catalunya in seinem neuen Red Bull den Finnen Kimi Räikkönen mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Auf Rang drei folgte Ferrari-Star Fernando Alonso, der erstmals in diesem Jahr am Steuer des neuen F138 Testrunden absolvierte. Der Rückstand des Spaniers auf seinen Erzrivalen aus Heppenheim: 0,580 Sekunden.

Im Gegensatz zu Alonso ließ Vettel zu Beginn noch ein wenig auf sich warten. Überhaupt verharrte der neue RB9 immer wieder eine Weile in der Box - immer gut abgeschirmt vor neugierigen Blicken. Vor der Garage hatten Red-Bull-Mechaniker sogar einen weiteren Sichtschutz aufgebaut. Sobald Vettel mit seinem neuen Wagen nur in die Nähe kam, standen die Mechaniker mit einer Abdeckung für den Heckflügel parat - Formel geheim war mal wieder angesagt.

Für alle indes gut sichtbar die Zeit des neuen RB9 nach den ersten vier Stunden: In 1:23,046 legte Vettel zunächst klar die schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs bei Barcelona hin. Gelungen war sie ihm kurz vor der Pause. Viel früher waren die zu niedrigen Asphalt-Temperaturen auch noch nicht Bestzeiten-tauglich gewesen. Insgesamt drehte Vettel zu Beginn seines insgesamt dritten Testarbeitstages 25 Runden.

Auf weit weniger kam der neue Mercedes. Nach dem positiven Fazit nach den ersten Tests in Jerez de La Frontera zu Monatsbeginn schaffte Nico Rosberg am Morgen lediglich 14 Runden - so wenige, wie kein anderer der insgesamt elf Tester. Die Mechaniker nahmen eine eingehende Inspektion des Getriebes vor. Rosberg reihte sich bis zum Essen auf dem achten Rang ein.

Vettel gibt den Ton an

Beim ersten Abtasten an der Spitze gab sein Landsmann Vettel den Ton an. Vizeweltmeister Alonso spulte im Ferrari allerdings ein sehr ordentliches Programm ab. Unmittelbar nachdem die Strecke um 9.00 Uhr freigegeben worden war, gab der 31-Jährige im F138 Gas. Zum ersten Mal bei den diesjährigen Tests: Den Auftakt hatte er ausgelassen, um weiter an seiner Physis zu arbeiten. Alonso habe ein Training hinter sich wie beste Olympia-Teilnehmer, kommentierte Ferrari das persönliche Programm des Weltmeisters von 2005 und 2006 (Renault).

Zum echten Muskelspiel wurde das erste Duell der beiden Hauptkonkurrenten Vettel und Alonso zunächst noch nicht. Die Teams verfolgen bisweilen unterschiedliche Strategien, um die Autos weiter abzustimmen. Daher sind die Zeiten immer auch mit Vorsicht zu genießen. Gleichwohl gilt die Strecke bei Barcelona immer auch als Gradmesser für die gesamte Saison. Da kann eine Bestzeit kurz vorm Essen gehen nicht schaden. (dpa)

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