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Formel 1: Vettel Dritter bei Räikkönen-Sieg

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Die Podiumsplätze des ersten Formel-1-Rennens der Saison sind vergeben: Kimi Räikkönen vor Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Foto: AFP
Das erste Formel-1-Rennen dieser Saison endet mit einem Überraschungssieger: Beim Großen Preis von Australien fuhr der Finne Kimi Räikkönen vor Fernando Alonso über die Ziellinie. Sebastian Vettel, der von der Pole Position gestartet ist, fuhr auf den dritten Platz.
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Melbourne

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat den perfekten Saisonstart verpasst. Der Heppenheimer musste sich beim Großen Preis von Australien in Melbourne in seinem Red Bull mit Platz drei zufrieden geben, obwohl er von Startplatz eins ins Rennen gegangen war. Im Reifen-Roulette lag Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen Lotus nach 58 Runden im Albert Park überraschend vor dem spanischen Vizeweltmeister Fernando Alonso, der im Ferrari das direkte Duell mit Vettel für sich entschied. Für den Finnen war es der 20. Sieg seiner Karriere.

Probleme mit den Reifen

„Wir können mit dem heutigen Tag zufrieden sein. Wir standen auf der Pole Position. Natürlich will man dann auch das Rennen gewinnen, aber die Reifen haben nach einem guten Start sehr stark abgebaut“, sagte Vettel: „Kimi hatten wir am Anfang gar nicht auf der Rechnung. Das Jahr auf dem Podium zu beginnen, ist hervorragend.“ Red-Bull-Teamchef Christian Horner meinte: „Bei diesen Bedingungen, wie das Auto mit den Reifen umgegangen ist, war Platz drei für Sebastian heute das Maximum. Es ist noch ein langer Weg, in einer Woche sind wir wieder gut aufgestellt.“ Adrian Sutil feierte mit Platz sieben im Force India ein gelungenes Comeback in der Königsklasse und lag damit nur zwei Plätze hinter Mercedes-Neuzugang Lewis Hamilton, der als Fünfter hinter Ferrari-Fahrer Felipe Massa das Podest klar verpasste.

Sein Silberpfeil-Kollege Nico Rosberg musste kurz vor Halbzeit des Rennens wegen Elektronik-Problemen aufgeben. Gar nicht am Start war Nico Hülkenberg, bei dessen Sauber Probleme mit dem Benzinsystem aufgetreten waren. Vettel hatte sich nach dem Regenchaos am Samstag, das zum Abbruch des Qualifyings gesorgt hatte, am Sonntagmorgen in seiner „Hungry Heidi“ souverän die Pole Position vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber und Hamilton gesichert. „Das war sicherlich nicht einfach heute. Ich habe zwei gute Runden gehabt, einmal mit den Intermediates, einmal mit den weichen Reifen. Da habe ich das richtige Gefühl gehabt“, sagte Vettel. Für Nico Hülkenberg (Emmerich) war schon vor dem Start Schluss. Ein technisches Problem stoppte den 25-Jährigen. „Das ist schon sehr frustrierend. Wir hatten Probleme mit dem Auto und konnten es nicht sicher einorden. Das war ein zu großes Risiko“, sagte Hülkenberg.

Sutil sammelt Führungskilometer

Vettel erwischte einen perfekten Start, während Webber direkt einige Plätze zurückfiel. Im internen Ferrari-Duell widerstand Massa den Angriffen von Alonso erfolgreich, während Hamilton zwischenzeitlich Räikkönen vorbei lassen musste. Bereits nach sieben Runden fuhr Vettel zum Reifenwechsel an die Box, die Silberpfeile blieben deutlich länger draußen und bestimmten das Tempo an der Spitze. Zwischenzeitlich lagen in Rosberg, Sutil und Vettel sogar drei deutsche Fahrer an der Spitze des Feldes. Sutil, der im Gegensatz zu den Top 10 des Qualifyings auf den härteren Reifen starten konnte, blieb bis zu Runde 21 auf der Strecke und sammelte bei seinem Comeback fleißig Führungskilometer. Vettel und Sutil kamen anschließend gleichzeitig zum Reifenwechsel in die Box. Zwar ging Sutil vor dem dreimaligen Champion wieder auf die Strecke, doch Vettel schnappte sich den Gräfelfinger wenig später.

Für Rosberg war das Rennen in der 27. Runde gelaufen. Der Shanghai-Sieger des vergangenen Jahres musste seinen Silberpfeil an dritter Stelle liegend abstellen. „Das Auto hatte vorher schon eine Weile gestottert, am Ende war es ein Elektronikproblem. Das war das Aus“, sagte Rosberg: „Es war heute schwierig, das Rennen zu lesen, es waren ganz schwierige Bedingungen da draußen. Unsere Vorderreifen hatten einen sehr hohen Verschleiß. Vielleicht hatten andere Autos damit weniger Probleme. Wir haben aber eine solide Basis, es ist besser als im letzten Jahr, wir haben einen positiven Trend.“ Wenig später fielen die ersten Tropfen im Albert Park, doch der befürchtete starke Regen blieb aus. An der Spitze fuhr Räikkönen einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden heraus, um in der 34. Runde zu seinem vermeintlich letzten Reifenwechsel in die Boxengasse einzubiegen. Wenig später holte sich Vettel zum dritten Mal neue Pneus und machte sich auf die Verfolgung von Alonso, ohne den Spanier letztlich ernsthaft gefährden zu können. Derweil zog Räikkönen an der Spitze einsam seine Kreise und fuhr den Sieg sicher nach Hause. (sid)

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