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Jaques Villeneuve: Lästerattacke gegen Vettel und Co.

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Weltmeister Sebastian Vettel ist Opfer der Lästerattacke von Ex-Weltmeister Jaques Villeneuve Foto: Getty Images
Ex-Weltmeister Jaques Villeneuve ist in dieser Formel 1-Saison als Experte für zwei Sender unterwegs. Der Kanadier holt nach dem ersten Saisonrennen zum Rundumschlag gegen Sebastian Vettel und die anderen deutschen Fahrer aus.
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Kuala Lumpur

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (41) hat wieder einmal zum großen Rundumschlag gegen den dreimaligen Champion Sebastian Vettel und die Formel 1 ausgeholt.

„Er ist superschnell, aber unter Druck macht er Fehler. Wenn er führt, ist alles okay, aber wenn es mal nicht so läuft, hat er seine Nerven meistens nicht im Griff“, sagt der Kanadier über Vettel im Interview mit der Sport Bild und Auto Bild Motorsport: „Der Unterschied zu Fernando Alonso und Lewis Hamilton ist, dass die immer kämpfen. Egal, auf welchem Platz sie gerade liegen. Egal, wie gut das Auto gerade ist. Die fahren sich immer gleich die Eier aus der Hose. Diesen Eindruck vermittelt mir Vettel nicht.“

Villeneuve, der in dieser Saison gleich für zwei TV-Sender als Experte im Einsatz ist (Canal+ und Sky Italia), hatte bereits im vergangenen Jahr über Vettel gelästert: „Er verhält sich wie ein Kind.“ Trotzdem räumt der Champion von 1997 Vettel und Red Bull auch 2013 wieder gute Chancen ein. „Red Bull ist wieder das Team, das es zu schlagen gilt. Ihre größte Stärke heißt Adrian Newey. Er kann immer den Unterschied machen, der über den Titel entscheidet“, sagte Villeneuve.

Beim neuaufgestellten Mercedes-Team glaubt Villeneuve, dass „die Firmenstruktur mit Niki Lauda und Toto Wolff nicht zur Besserung beitragen wird“. Mercedes solle eher handeln wie ein großer Sponsor: Bezahlen, den Motor geben und den Rest den Spezialisten überlassen. Zudem habe Nico Rosberg, „wenn er so fährt wie 2012“, gegen seinen neuen Teamkollegen Hamilton „keine Chance“.

Gar nichts anfangen kann Villeneuve mit der neuen Generation von Fahrern in der Königsklasse. „Sie kommen zur Strecke, werden von Managern und PR-Strategen ferngesteuert, im Prinzip muss man ihnen noch die Windeln wechseln“, sagte Villeneuve: „Mir geht es auch gegen den Strich, dass es mittlerweile so viele Bezahlfahrer gibt - Piloten, denen Sponsoren oder Mami oder Daddy den Spaß bezahlen.“

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Neben Vettel und Rosberg bekamen auch Nico Hülkenberg (Sauber) und Adrian Sutil (Force-India) ihr Fett weg. „Von beiden erwarte ich nicht viel Herausragendes“, sagte Villeneuve. Immerhin für einen deutschen Formel-1-Star hat der Kanadier warme Worte übrig - seinen alten Erzrivalen Michael Schumacher: „Ich hätte nicht gedacht, dass er mir mal fehlt. Ich hatte ja meine Probleme mit ihm, aber bei ihm wusste man immer, woran man war.“

Schumachers erfolgloses Comeback bei Mercedes sieht Villeneuve nicht negativ: „Einen siebenfachen Weltmeister kann man nicht demontieren. Diese Titel sind nicht auszulöschen. (sid)

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