Formel 1
Nachrichten, Teams und Statistiken der Formel 1

Vorlesen
0 Kommentare

Nico Rosberg: „Beim Bergzeitfahren voll ans Limit gehen“

Erstellt
Nico Rosberg Foto: Getty Images
Die Fitness von Formel-1-Piloten ist mitentscheidend, wenn es im Rennwagen drauf ankommt. Die Fahrer trainieren unterschiedlich, aber alle viel. Nico Rosberg fordert seine Kumpels gern mal beim Bergzeitfahren heraus.
Drucken per Mail
Barcelona

Nico Rosberg geht auch auf dem Rennrad gern an die Leistungsgrenze. Für den deutschen Formel-1-Piloten trägt die körperliche Fitness zum Wohlfühl-Effekt bei. „Je fitter Du bist, umso weniger ist dein Körper angestrengt während eines Rennens. Du hast mehr Kapazitäten, dich zu konzentrieren“, erklärt der Mercedes-Fahrer in einem Interview.

Wie wichtig ist eine gute körperliche Vorbereitung für eine Formel-1-Saison?

Pusht sich auf dem Rennrad gerne zu Höchstleistungen: Nico Rosberg.
Pusht sich auf dem Rennrad gerne zu Höchstleistungen: Nico Rosberg.
Foto: dpa

Rosberg: „Es ist auch ein Wohlfühl-Effekt dabei, wenn man gesund und fit ist. Es ist zudem ein sehr intensiver Job, wir reisen viel. Da hilft diese Grundfitness. Auch zur Erholung. Wenn Du vom Rennen nach Hause kommst und platt bist, mental und körperlich, erholst Du dich einfach viel schneller. Je fitter Du bist, umso weniger ist dein Körper angestrengt während eines Rennens. Du hast mehr Kapazitäten, dich zu konzentrieren. Und Konzentration ist alles bei dem Sport.“

Welche Trainingseinheiten machen Sie am liebsten?

Rosberg (lacht): „Ping-Pong spielen.“

Also lieber schnell hin und her als lange den Körper ausreizen?

Rosberg: „Ich mache sehr, sehr gern Wettkämpfe auf dem Fahrrad, auch mit Freunden. Beim Bergzeitfahren voll ans Limit gehen.“

Gibt es Tage, an denen Sie mal gar keine Lust haben zu trainieren?

Rosberg: „Ja.“

Viele?

Rosberg: „Besonders die, an denen Krafttraining angesagt ist. Das ist nicht so mein Ding. Aber das muss ich halt auch machen.“

Was macht mehr Spaß, sich selbst bzw. den inneren Schweinehund zu besiegen oder einen Gegner?

Rosberg: „Einen Gegner, auf jeden Fall.“

Würden Sie sich als trainingsbesessen bezeichnen?

Rosberg: „Ja, bei der Ausdauer. Bei der Kraft nicht unbedingt, da mache ich das Nötige. Aber bei der Ausdauer tendiere ich auch zum Übertreiben, weil es mir Spaß macht und ich ein guter Radfahrer sein möchte.“

Sie quälen sich also selbst gern. Wie spüren Sie die Auswirkungen?

Rosberg: „Das schlechte Quälen ist das über längere Zeit. Das ist dann richtig hart für den Körper. Das kurze ist nicht so ein Problem. Da muss man dennoch auch aufpassen, dass man bei einer Zweistunden-Einheit nicht zuviel pusht.“

Warum wird die Fitness von Formel-1-Fahrern immer noch gern unterschätzt?

Rosberg: „Weil die Leute glauben, man sitzt da drin wie auf seinem Sofa. In diesem auf den Leib geschnittenen Sitz und man lenkt ein bisschen nach links und nach rechts. Aber man unterschätzt einfach die ganzen Fliehkräfte. Schon allein das Bremsen: Da muss ich mich so wegschieben vom Lenkrad. Wenn ich das nicht mache, haut es mich einfach nach vorne. Die Gurte sind zwar da, aber die haben auch Spiel. Ich muss die ganze Zeit die Körperspannung halten.“ (dpa)

Auch interessant
Liveticker
Doppel-WeltmeisterSebastian Vettel

Alle Ergebnisse zur Formel-1-Saison 2013 finden Sie in unserem Ticker-Tool. WM-Wertungen, Termine, Streckenpläne etc.

Das große Formel-1-Quiz
Wissenstest
Sebastian Vettel beim Boxenstopp.

Kennen Sie sich in der höchsten Motorsportklasse aus? Zehn Fragen rund um die Formel 1 warten auf Sie.

Videos
FACEBOOK
Kleinanzeigen