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Pressestimmen: „Alarmstufe Rot bei Ferrari“

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Bei Ferrari läuft es gerade nicht rund.  Foto: Getty Images
Der erste Sieg von Lewis Hamilton für das Mercedes-Team spielt im Presseecho kaum eine Rolle. Besonders die schwache Leistung von Fernando Alonso im Ferrari steht im Mittelpunkt. Der Traditionsrennstall aus Italien kommt dabei nicht gut weg.
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Budapest

Ungarn-König Lewis Hamilton hat mit seinem Premierensieg im Mercedes WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel eine Warnung mit in den Sommerurlaub gegeben. Erstaunlich überlegen verwies der britische Silberpfeil-Star am Sonntag im Hitzerennen auf dem Hungaroring Lotus-Pilot Kimi Räikkönen und Red-Bull-Fahrer Vettel auf die Plätze zwei und drei.

Die internationalen Pressestimmen

SPANIEN
Marca: „Die Bitterkeit Alonsos: Er resigniert, nachdem er am Ende in Budapest Fünfter wurde. Hamilton erklärt sich dagegen zum Titelaspiranten, und Vettel vergrößert seinen Vorsprung.“

AS: „Krise bei Ferrari: Das Auto war wieder schwächer als Red Bull, Lotus und Mercedes. Alonso fährt mit einem Krebs bei Hamiltons Sieg, Ferrari kann einem leidtun.“

Sport: „Hamilton setzt sich selber die Krone auf, Alonso distanziert sich allerdings noch mehr von Vettel. Ein brillanter Hamilton ließ keinem anderen eine Chance.“

El Mundo Deportivo: „Hamilton feierte einen autoritären Triumph und hat das Geheimnis raus, um im Hungaroring von der Pole Position aus zu gewinnen. Wenn es kein Wunder in diesem Sommer gibt, kann sich Alonso langsam vom Titel verabschieden.“

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Alonso hatte sich mehr von Ferrari erhofft, zum ersehnten Schritt nach vorne ist es nicht gekommen. Ferrari ist nicht mehr das zweitschnellste Team der WM, sondern lediglich das viertschnelleste. Statt sich wie ein guter Wein mit der Zeit zu verbessern, ist Ferrari zu Essig geworden“.

Corriere dello Sport: „Die Hoffnungen der Ferrari-Fans schwinden, ein Kurswechsel genügt nicht mehr. Ferrari muss alles umkrempeln, was bisher getan worden ist. Besteht überhaupt noch Vertrauen in Maranellos Techniker?“

Tuttosport: „Alarmstufe Rot bei Ferrari. Wenn Maranello so weitermacht, droht der Verlust des Starpiloten Alonso, des vor vier Jahren unter Vertrag genommenen Messias, der eine goldene Epoche für Ferrari hätte einleiten sollen. Alonso leistet auf der Rennbahn halbe Wunder, kann jedoch die Enttäuschungen und den Frust der Ferrari-Fans nicht wettmachen.“

Repubblica: „Vettel zahlt einen hohen Preis für seine Arroganz, zählt aber nach wie vor zu den stärksten Piloten der Formel 1. Alonso tut sein Bestes, doch sein F138 ist einfach zu langsam. Der Spanier versucht, Ferrari aus dem Sumpf zu retten, in den das Team gestürzt ist. Doch er kann seinen Ärger wegen des schwachen Autos nicht verbergen“.

La Stampa: „Fernando Alonso hat die Geduld verloren. Nach der erneuten Pleite verlangt er ein neues Auto. Die Meisterschaft hat für den Spanier eine negative Wende genommen. Vettel ist über seinen dritten Platz nicht begeistert, doch sein Vorsprung vor seinem gefährlichsten Rivalen Räikkönen ist gewachsen“.

Sebastian Vettel macht Lewis Hamilton mit Champagner nass.
Sebastian Vettel macht Lewis Hamilton mit Champagner nass.
Foto: dpa

ENGLAND

The Sun: „Das war ein Sieg, an den noch nicht mal Lewis Hamilton selbst geglaubt hat. Dieser Sieg wird seine Kritiker ruhig stellen und ist umso beeindruckender, weil Mercedes den dreitägigen Test in Silverstone wegen der Reifenaffäre auslassen musste.“

Daily Mail: „Lewis Hamiltons spektakulärer Sieg war eine klare Rechtfertigung, McLaren für Mercedes fallen zu lassen. Er hatte den Mut, das Team, das seine Karriere geformt hat, zu verlassen, und er hat die Willenskraft gefunden, fokussiert zu bleiben, als das Glück ihn auf der Strecke verließ.“

The Guardian: „Hamiltons Performance am Sonntag veranschaulichte, welch herausragendes Talent seiner Zeit er ist. Er ignoriert Mercedes' fast neurotische Einstellung zum Thema Reifen, und legt auf einem der schwierigsten Kurse, die die Formel 1 zu bieten hat, eines der gößten Rennen seiner Karriere hin.“

The Telegraph: „Während Mercedes, so scheint es, endgültig sein Reifen-Problem gelöst hat, könnte Hamilton zum größten Herausforderer Vettels nach der Sommerpause werden.“

FRANKREICH

L'Equipe: „Lewis Hamilton hat vor dem Rennen gesagt, er müsse nach der ersten Kurve an der Spitze sein, um an diesem Sonntag auf einen Erfolg in Budapest hoffen zu können. Der Brite blieb bei seinem Plan und erledigte den Rest mit seiner Erfahrung. Nichts für ungut, Sebastian Vettel.“

Le Monde: „Von der Pole Position aus fuhr Hamilton ein perfektes Rennen von Anfang bis Ende, während sich Räikkönen in schöner Manier den Attacken Vettels widersetzte.“

ÖSTERREICH

Kurier: „Der Sieg Hamiltons überraschte die Experten, sein Team, sogar den Sieger selbst. Zwar war vor dem Rennen klar, dass das Auto schnell ist, doch der Reifenverschleiß bei Mercedes ist gerade bei hohen Temperaturen exorbitant.“

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: „Der zehnte von 19 WM-Läufen 2013 hat für Hamilton wie für Mercedes auch eine wichtige psychologische Bedeutung: Mit dem 22. Grand-Prix-Sieg der Karriere brachte sich der Brite aus eigener Kraft wieder ins Titelrennen, er liegt 46 Punkte hinter Spitzenreiter Sebastian Vettel zurück. Vor allem aber gewann er nach einer schwierigen Anfangsphase in Ungarn endlich das Vertrauen seines neuen Rennstalls.“

Blick: „Hamilton hat's gepackt, er zeigt es seinen Kritikern. Lewis Hamilton gewinnt erstmals einen GP im Mercedes. Zehn Anläufe hat er dafür gebraucht. Der Hungaroring und Hamilton - das passt einfach. Vettel kann diese 'Niederlage' verkraften.“

(sid)

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