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Proteste in Bahrain: Druck auf Ecclestone wächst

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Graffiti mit Aufruf zum Boykott des Rennens in Bahrain. Foto: dpa
Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gerät durch die Proteste in Bahrain zunehmend unter Druck. Die Austragung des Rennens in Manama war zuletzt wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert worden. Die Hacker-Gruppe Anonymous droht einen Internet-Angriff an.
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Manama

Bernie Ecclestone (82) gerät vor dem umstrittenen Grand Prix von Bahrain am kommenden Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) zunehmend unter Druck.

Eine Gruppe britischer Parlamentsmitglieder hat den Formel-1-Promoter wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen und Proteste in dem autoritären Golf-Staat in einem Brief aufgefordert, das Rennen abzusagen.

„Seit April 2012 haben viele weitere Menschen, darunter Kinder, ihr Leben verloren, und das ganze Land lebt in Angst und Einschüchterung“, heißt es in dem Schreiben, das 20 Politiker unterzeichnet haben. Der Brief wurde auch an die Teams, Fahrer, Sponsoren und die übertragenden Fernsehsender geschickt.

Zuletzt hatte die Hacker-Organisation Anonymous Ecclestone mit einem Internet-Angriff gedroht, sollte das Rennen stattfinden und der umstrittene Grand Prix von Bahrain am kommenden Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) nicht abgesagt werden. Seit zwei Jahren kämpfen Oppositionelle der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung für mehr Rechte in Bahrain, das seit Jahrhunderten von der Herrscherfamilie Al-Khalifa regiert wird - einer sunnitischen Dynastie.

80 Menschen sind in dem autoritären Land seit dem Ausbruch des Arabischen Frühlings Anfang 2011 ums Leben gekommen. Allein in diesem Monat sollen bisher rund 100 Aktivisten eingesperrt und 30 verletzt worden sein. 2011 war das Rennen in Bahrain abgesagt worden, nachdem die aufkommenden Unruhen von Truppen aus dem benachbarten Saudi-Arabien blutig niedergeschlagen worden waren.

„Vergangenes Jahr fand das Rennen unter Bedingungen des Kriegsrechts statt. 300 Demonstranten wurden verhaftet und mussten einige Monate im Gefängnis verbringen“, schrieb Andy Slaughter, Vorsitzender der „All Party Parliamentary Group for Democracy in Bahrain“, weiter.

Das Rennen werde genauso viel negative Publicity bekommen wie vor einem Jahr: „Ich denke, die meisten demokratisch gesinnten Menschen wären entsetzt, wenn Sie (Ecclestone, d. Red.) Bahrain trotz grausamster Menschenrechtsverletzungen erlauben würden, Teil der Formel-1-Weltmeisterschaft zu sein.“ (sid)

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