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Reifen-Streit: Pirelli zieht neue Reifen zurück

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Die Pirelli-Reifen sorgen in der Formel 1 für einige Unstimmigkeiten. Foto: REUTERS
Beim Großen Preis von Kanada wird Reifenlieferant Pirelli nicht wie angekündigt mit den neuen Reifen antreten. Immerhin werden die F1-Teams für das Freitagstraining in Montreal jeweils zwei Sätze der überarbeiteten Hinterreifen erhalten.
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Nach der Kritik an den umstrittenen Reifentests von Mercedes hat der Hersteller Pirelli die für den Großen Preis von Kanada am 9. Juni angekündigten neuen Reifen wieder zurückgezogen. Dies teilte das italienische Unternehmen dem SID am Mittwoch auf Anfrage mit. Stattdessen wird es in Montreal nur eine „Light Variante“ geben.

Die Teams sollen demnach nur für das Freitagstraining jeweils zwei Sätze der überarbeiteten Hinterreifen erhalten, die aber für das Qualifying am Samstag und das Rennen am Sonntag nicht benutzt werden dürfen. „Wir dürfen für den Freitag Testreifen mit nach Kanada bringen. Das ist laut Reglement erlaubt“, teilte Pirelli mit.

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Damit wolle man allen Teams die Möglichkeit geben, Erfahrungen mit den neuen Pneus zu sammeln. Auch für Silverstone hat Pirelli eine Marschroute festgelegt: „Dort sollen die Teams dann die neuen Hinterreifen auch am Samstag und Sonntag einsetzen können.“ Pirelli und Mercedes hatten im Vorfeld des Großen Preises von Monaco (26. Mai) mit gemeinsamen Tests für Irritationen gesorgt. Wie bekannt geworden war, testete Pirelli im Anschluss an das Rennen in Barcelona auf dem aktuellen Mercedes-Boliden W04.

Unter anderem waren dabei die für Kanada geplanten neuen Reifen im Einsatz gewesen. Sebastian Vettels Team Red Bull Racing und Ferrari legten offiziell Protest dagegen ein. Die Stewards verfassten daraufhin einen Bericht an den Automobil-Weltverband in Paris, dieser könnte die Angelegenheit nun vor das höchste FIA-Gericht bringen.

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Pirelli hatte Mercedes um die Tests gebeten, Motorsportdirektor Paul Hembery sah darin keinen Regelbruch. „Wir haben von der FIA noch nichts gehört“, teilte Pirelli am Mittwoch mit. Red Bull hatte auch für das Rennen in Montreal einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Marke mit dem Stern befürchtet.

Motorsportchef Helmut Marko erklärte: „Die Testfahrt ist ein Vorteil, noch dazu, wenn sie unmittelbar nach einem Rennen passiert. Da hat man die ganzen Vergleichsdaten. Dort wo man schwächelte, sieht man genau. Man kann also die Verbesserungen dezidiert einleiten und auch messen. Bisher haben die Reifen einen Stahlgürtel und es wird ein Kevlar-Gürtel kommen, auch diese Reifen wurden getestet. Das heißt also, auch für Montreal ist ähnliches zu erwarten.“ (sid)

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