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Frechener Stadtfest: Neues Konzept bringt mehr Besucher

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Mit weniger Ständen lockte das Stadtfest die Besucher in die Frechener Fußgängerzone. Foto: Christel Thiemann
Nach einem Jahr Pause wurde das Frechener Stadtfest mit neuem Management in der Innenstadt wiederbelebt. Bei den Besuchern gab es Unterschiedliche Ansichten über das neue Konzept - das mit deutlich weniger Ständen auskam.  Von
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Unterschiedliche Ansichten bei den Zuschauern gab es bei der Neuauflage des Stadtfestes in der Fußgängerzone. Nach einem Jahr Pause wurde die Veranstaltung mit neuem Management in der Innenstadt wiederbelebt.

„Es ist schade, dass es weniger Vielfalt gibt“, bedauerte Joanna Rzepka im Hinblick auf das reduzierte Angebot. Attraktionen für kleine Kinder seien eher mager, fand die Frechenerin. Nichts gegen die „übersichtliche Zahl“ der Stände hatte Gerda Klode einzuwenden. „Es knubbelt sich einfach nicht so wie in den Vorjahren“, fand sie. Für sie sei „weniger besser“. „Der Bummel über den Markt ist viel angenehmer, und man kann sich befreiter bewegen“, so ihr Urteil.

„Sortiment wohltuend gemischt“

Eher enttäuscht von der Auswahl der Produkte zeigte sich Martina Peter: „Es ist jedes Jahr das Gleiche.“ Ihre Begleiterin Doris Gläser widersprach vehement: „Mir gefallen die unterschiedlichen Waren.“ Die Veranstalter hätten sich schon bemüht, viele Kunden anzusprechen.
Auf mehr oder weniger offene Ohren stieß das Programm auf der Bühne. Denn die Rock’n’Roll- und Rockabilly-Band „The Tomcats“ mit Musik aus den 50er Jahren traf nicht jedermanns Geschmack. „Das ist nicht meine Richtung“, hatte Martina Peter festgestellt. Ganz anderer Meinung war Doris Gymnich: „Die Live-Musik macht doch das Flair eines solchen Festes aus.“

Und auch sie konnte sich mit der abgespeckten Version der Veranstaltung anfreunden. „Das Angebot ist deutlich verbessert worden“, kommentierte sie. Voll des Lobes war die Frechenerin über das Konzept, ohne ein Überangebot an Imbiss- und Getränke-Ständen auszukommen.

Diese Ansicht teilte Gerda Klode uneingeschränkt: „Das Sortiment ist wohltuend gemischt.“ In der Tat: Die Palette reichte von Ständen mit Tüchern, Schmuck, Taschen und Hüten über Keramik-Gestecken und -Tieren bis hin zu Fan-Artikeln und Haushaltshelfern aus Holz. „Allerdings weiß ich nicht genau, was Händler mit Pfannen und Staubsaugern auf einem solchen Markt verloren haben“, fragte sich Joanna Rzepka.

„Die Geschäfte laufen weder gut noch schlecht“, hatte Ingrid Müller mit ihrem „Stofftier-Garten“ noch am Samstag festgestellt. Doch wie viele ihrer Kollegen mit Markt-Erfahrung blieb sie optimistisch: „Sonntags ist der Andrang immer größer.“

„Publikum legt Wert auf Qualität“

Die Händler wurden nicht enttäuscht: Das sonnige Wetter und der verkaufsoffene Sonntag kurbelten die Geschäfte an. „Das Publikum ist sehr interessiert“, sagte Elfriede Neyses aus Bitburg, die Obstler, Birnen-, Zwetschgen- und Feigen-Brände in ihrem Sortiment hat. Sie kämen gerne nach Frechen, fügte Ehemann Otto Neyses hinzu. „Die Leute hier sind einfach offen, sehr sympathisch und setzen zunehmend auf Qualität“, zog das Paar Bilanz. Insgesamt waren die beiden Bitburger erfreut über die Nachfrage nach „Produkten aus der Eifel“.

Ebenfalls aus der Eifel kommt Edda Specht-Schirmer, bei der es stilvolle Flaschen mit Himbeer-, Walnuss- und Feigenessig zu kaufen gab. Und nicht wenige Besucher ließen sich von der Händlerin aus Monschau eine Kostprobe vom aromatischen Curry-, Riesling- oder Limonen-Senf reichen.

„Heute ist es zwar relativ ruhig, aber ich habe bisher hier nur gute Erfahrungen gemacht“, betonte Yücel Ayden, die Sonnenbrillen, Tücher und Räucherstäbchen verkaufte. Und auch sie wurde für ihre Zuversicht belohnt. Denn am Sonntag wurde es in der Innenstadt merklich voller.

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