button-KStA-epaper
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Ausflüge um Köln: Zehn faszinierende Orte in der Eifel, die man gesehen haben muss

Monreal_Eifel_Wiki cc2.0 Heribert Pohl

Monreal in der Eifel wurde durch die TV-Serie „Der Bulle und das Landei“ bekannt.

Foto:

Wikimedia Commons/ CC-BY-SA 2.0 Heribert Pohl

Die Eifel – das ist nicht nur schöne Landschaft, wilde Natur und winzige Dörflein. Geschichte, Technik, Kunst und Kultur künden hier überall von einer jahrtausendealten Geschichte. Kein Wunder, dass es hier so viele beliebte Ausflugsziele gibt. Zehn mehr oder weniger bekannte davon stellen wir Ihnen hier vor.

Indiana Jones und Schloss Bürresheim

Schloss Buerresheim Wiki 2.0 Klaus Graf

Indiana Jones wurde auf Schloss Bürresheim in der Eifel gedreht.

Foto:

Klaus Graf / Wikimedia Commons  CC BY 2.0 de

Ob „Rumpelstilzchen“ von der ARD oder „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ mit Hollywood-Star Harrison Ford: Schloss Bürresheim wurde als ideale Filmkulisse genutzt. Viele Sagen ranken sich um das im Mittelalter als Ritterburg genutzte Gemäuer.

Mauern, Tore und Gänge, Bergfried, Palas und ein hervorragend erhaltenes Amtshaus aus dem 17. Jahrhundert künden von der wechselhaften Geschichte der märchenhaften Anlage.

Viel zu sehen gibt es auch im Inneren des Schlosses: Altes Mobiliar, Gemälde und Nutzgegenstände gehören dazu.

Schloss Bürresheim liegt am Traumpfad „Förstersteig“, der 15,5 Kilometer rund um Mayen führt.

www.burgen-rlp.de 

Rurtalsperre mit weißer Flotte

Wiki 3.0 Rurtalsperre Manfred Dohmen

Rurtalsperre zwischen Einruhr und Rurberg

Foto:

Schon Oma und Opa fuhren hierhin: Seit Generationen ist die Rurtalsperre Schwammenauel Wochenendziel zahlreicher Besucher aus dem Rheinland. Segeln, Surfen, Bootfahren, Schwimmen oder Angeln werden hier angeboten. Besonders gut lässt sich die reizvolle Landschaft auch von den Schiffen der weißen Rurseeflotte aus genießen.

Für Wanderungen ist die Umgebung ideal: Zahlreiche Wege führen durch den angrenzenden  Kermeter-Hochwald. Ein Besuch im romantischen Städtchen Heimbach und des für seine leckere Erbsensuppe berühmten Trappisten-Klosters Mariawald gehört für viele Ausflügler ebenfalls zur Familientradition.

www.eifel.de

Rasanter Nürburgring

Nürburgring

Der Nürburgring liegt in Adenau in der Eifel.

Foto:

Reiner Züll

Meilenweit ist an Renntagen das Dröhnen der Motoren zu hören: Am Nürburgring treffen sich Motorsportler aus der ganzen Welt. Auf der 1927 eröffneten, 20,8 Kilometer langen  „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ ist auch ohne Formel-1-Wettbewerbe das ganze Jahr über was los.

Viele Zuschauer verfolgen traditionell von den Parkplätzen „Brünnchen“ „Pflanzgarten“ oder „Schwalbenschwanz“ aus die schnellen Vehikel auf ihrer rasanten Fahrt. Empfehlenswert besonders für Familien mit Kindern ist ein Besuch im „ring°werk“:  Hier sind nicht nur historische Siegerfahrzeuge zu sehen: Es gibt viele Spielmöglichkeiten, ein spektakuläres 4-D-Kino, ein Technik-Labor mit Windkanal und
vieles andere mehr.

www.nuerburgring.de

Romantik mit Blubbern: Maria Laach

Laacher See: Der heiße Atem der Erde steigt aus dem Laacher See hervor.

Laacher See: Der heiße Atem der Erde steigt aus dem Laacher See hervor.

Foto:

dpa

Manchmal blubbert’s noch: Wer genau hinschaut, kann die Kohlensäure-Bläschen aus dem etwa 53 Meter tiefen Laacher See beobachten. Er entstand vor rund 10 000 Jahren durch einen Vulkanismus – tief darunter herrscht immer noch Bewegung. 

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten am Ufer (Rundweg: acht Kilometer) zählt natürlich die Klosterkirche der Abtei Maria Laach mit ihrem Stiftergrabmal aus dem 13. Jahrhundert. Die Anlage gilt als eine der vollkommensten Schöpfungen der Romanik. Daneben gibt es nicht nur eine Buchhandlung und ein Hotel. Gartenliebhaber aus nah und fern kommen zur  Klostergärtnerei mit ihrem bunten und duftenden Angebot.

www.maria-laach.de

Galaktisches Radioteleskop Effelsberg

Wiki CC0 ADwarf Radioteleskop_Effelsberg_Luft_02

Luftaufnahme vom Radioteleskop Effelsberg in der Eifel

Foto:

Ein Horchposten fürs All steht in der Nähe von Bad Münstereifel: Mit 100 Metern Durchmesser gehört das Radioteleskop Effelsberg zu den größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde. Die 1972 in Betrieb genommene Anlage wird unter anderem eingesetzt zur Beobachtung von Pulsaren, kalten Gas- und Staubwolken, entstehenden Sternen, Schwarzen Löchern und fernen Galaxien. Das beflügelt nicht nur die Fantasie von Star-Wars-Fans.

Besucher aus aller Welt bewundern die 3200 Tonnen schwere Stahlkonstruktion mit dem riesigen Parabolspiegel, der in knapp sechs Minuten um nahezu 90 Grad gekippt werden kann. Regelmäßig werden Führungen durch die vom Max-Planck-
Institut für Radioastronomie (MPIfR) genutzten Anlage angeboten.

www.mpifr-bonn.mpg.de

Sagenhafte Kakushöhle

Kakushöhle-Grillplatz Wiki 3.0 CTHOEJPG

Grillplatz an der Kakushöhle

Foto:

Claus Thoemmes/Wikimedia CC-by-SA 3.0

Eine riesige Sache: Die geheimnisvolle Kakushöhle im Feytal bei Mechernich ist nicht nur für fantasiebegabte kleine Forscher ein Erlebnis. Im Schatten der rund 20 Meter hohen Felswand aus Travertin gähnt wie das Tor zum Hades der dunkle Höhleneingang. Dahinter soll der Sage nach einst der bedrohliche Eifelriese Kakus sein Unwesen getrieben haben.

Heute liegt seine ehemalige Behausung im Naturschutzgebiet des Kartsteins, in dem neben kleinen Abenteurern auch Wanderer, Natur- und Kulturinteressierte unterwegs sind. Der Wanderweg ist rund vier Kilometer lang.

www.mechernich.de

Der wandernde Wasserfall Dreimühlen

Dreimühlen-Wasserfall wiki 3.0 PhilEOS

Naturdenkmal: Wasserfall Dreimühlen bei Nohn

Foto:

Ein plätscherndes Naturdenkmal ist der Wasserfall Dreimühlen bei Nohn. Drei Quellbäche sprudeln hier seit der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren den Berg hinab. Durch Ablagerungen in Moospolstern bildet sich Kalksinter – und so wandert der Wasserfall jedes Jahr acht bis zehn Zentimeter ins Tal hinein.

Im tropfnassen Spektakel klettern Kinder gerne Mal herum (Handtuch und trockene Klamotten mitbringen). Für Jung und Alt ist nach einer gemütlichen Rundwanderung durchs Ahbachtal (ca. drei Kilometer) eine Kaffee/Kakaopause in
der der alten Mühle zu empfehlen.

www.nohn-eifel.de

Steinzeit am „Terra Vulcania“

Mayener_Grubenfeld_-_Terra_Vulcania_Wiki cc3.0 Tetris LJPG

Mayener Grubenfeld

Foto:

Einen Ausflug in die Steinzeit bietet das Mayener Grubenfeld mit seiner uralten Bergbaulandschaft. Am Rand liegt „Terra Vulcania“: Das große Gelände beherbergt Spuren aus 7000 Jahren Basaltabbau und bietet eine Landschaft voll mit Kunst, Kultur und Natur.

Zum Naturschutzgebiet gehört eine bizarre Bergbaulandschaft mit Abbauspuren aus unterschiedlichen Epochen. Im Schacht lassen sich Fledermäuse beobachten, für Kinder gibt es eine spannende Mitmach-Ausstellung: Hier werden Reibsteine und Handmühlen zum Mehlmahlen
ausprobiert, Sprengungen ausgelöst oder schwere Steinbrocken gezogen.

www.vulkanpark.com 

Krimi mit Meer: Hillesheim

Hillesheim_Eifel-Wolkenkratzer

Luftaufnahme von Hillesheim und der Stadtmauer.

Foto:

Ein tropisches Meer erstreckte sich einst dort, wo heute das beschauliche Städtchen Hillesheim liegt. Das ist „nur“ rund 370 Millionen Jahre her – und so finden sich noch versteinerte Korallen, Seelilien und Muscheln auf den Äckern ringsum.

Einen Besuch wert ist Hillesheim mit seiner alten Stadtmauer und den stolzen Bürgerhäusern auch deshalb:  In der selbst ernannten „Krimihauptstadt Deutschlands“ kommen Liebhaber spannender Geschichten auf ihre Kosten. Bücher gibt es hier antiquarisch und neu, vom Krimihotel aus können Detektive auf dem Eifel-Krimi-Wanderweg den Spuren des Autors Jacques Berndorf folgen.

www.hillesheim.de

Löwenburg und Landei: Monreal

Monreal_Eifel_Heribert Pol-Wiki 2.0

Das Eifelörtchen Monreal

Foto:

Hier trafen sich „Der Bulle und das Landei“: Als Schauplatz der   TV-Krimi-Reihe wurde Monreal bekannt. Überragt von zwei Burgruinen liegt das romantische Örtchen im engen Elztal bei Mayen. Gut erhaltene Fachwerkhäuser erinnern an die längst vergangene Blütezeit der Tuchmacherei.

Beim Bummel durch den Ort lässt sich neben der spätgotischen Pfarrkirche oder der  Steinbrücke mit der barocken Nepomukfigur noch vieles  entdecken. Die Ruinen von Löwen- und Philippsburg sind Ziel vieler Wanderer,  beliebt ist der 13,7 Kilometer lange Eifel-Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“ mit steilen Aufstiegen und spektakulären Aussichten.

www.monrealeifel.de