28.09.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Offline-Navis: Orientierung ohne Netz

Gerade im Ausland können Offline-Navis hilfreich sein.

Gerade im Ausland können Offline-Navis hilfreich sein.

Foto:

ferkelraggae - Fotolia

Man landet am Flughafen, holt seinen Mietwagen ab und möchte möglichst schnell zum Hotel fahren. Doch das Auto besitzt kein Navi und man ist zum ersten Mal in der Gegend, kennt sich also nicht aus. Abhilfe könnte das auf dem Smartphone installierte Navigationsgerät schaffen, wären da nicht die meist kostspieligen Roaminggebühren.

Doch inzwischen gibt es eine Lösung für dieses Problem. Sowohl im Apple- als auch im GooglePlay-Store werden Offline-Navis angeboten. Besitzer eines Windows-Phone können sich in den meisten Fällen auf ein schon installiertes Programm freuen. Bei diesen Systemen muss der Nutzer vorher die gewünschten Karten herunterladen, um diese „Onboard-Karten“ später ohne eine Internetverbindung nutzen zu können. Da die Karten, die häufig bis zu zwei Gigabytes groß sind, einiges an Speicherplatz auffressen, lohnt es sich, die Route vorher wenigstens grob zu planen und so den Download von unnötigen Karten zu sparen.
Alle Navi-Apps basieren auf dem kostenlosen Kartendienst OpenStreetMap, so etwas wie dem Wikipedia für Landkarten. Jeder Nutzer kann dort seine Kartendaten eintragen und Fehler korrigieren. Daher sollten die Karten alle ein bis zwei Monate aktualisiert werden. Wir haben für Sie vier Offline-Navis getestet.

MapFactorNavigator Free

Die App kann mit einer einfachen Menüführung und einer sicheren Routenführung punkten. Zudem kann man zwischen einem Tag- und einem Nachtmodus wählen, Routen vor dem Start simulieren und die 3-D-Darstellung nutzen. Schade ist, dass die Möglichkeit, sich zwischen unterschiedlichen Routenarten zu entscheiden, fehlt. Auch an der deutschen Übersetzung hapert es an einigen Stellen noch.

Das kostet es: Den MapFactorNavigator gibt es für Android- und Windows-Geräte kostenlos. Bei iTunes ist sie nicht verfügbar.

Maps with me

Die Mapswithme pro App verfügt über eine extrem detaillierte und genaue Kartendarstellung. Zusätzlich bietet Mapswithme eine große Anzahl an Sonderzielen wie Restaurants, Hotels oder Sehenswürdigkeiten an. Problematisch: Die App verfügt nicht über eine Navigationsfunktion.

Das kostet es: Im Google Play Store 3,99 Euro, bei Apple 4,49 Euro.

OsmAnd

Die Menüführung der App ist logisch, und die Routenführung führt ohne Fehler zum Ziel. Ein Highlight ist die Sprachführung, die wesentlich besser als bei den anderen getesteten Navis funktioniert.
Problematisch: OsmAnd errechnet immer nur eine Route und bietet keine Alternativen an. Zudem dauert die Neuberechnung nach dem Verlassen der vorgesehenen Route so lange, dass man eigentlich am Straßenrand warten muss.

Das kostet es: Die nur für Android-Smartphones verfügbare App ist kostenlos.

Navfree

Die Kartendarstellung der App ist zwar etwas schmucklos, dafür aber klar und deutlich. Die Routenführung ist effizient, hilfreich sind dabei auch die gespeicherten Sonderziele wie Tankstellen oder Restaurants. Das Programm bietet einen Blitzer-Warner sowie 3-D-Darstellung und einen Nachtmodus an.
Nervig sind die Werbeblocker oben und unten am Bildschirm.
Leider stürzte die App im Test einige Male ab.

Das kostet es: Die Navfree-App ist im Google Play Store und bei iTunes kostenlos.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?