27.08.2016
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Fastfood-Test: Wie gut schmecken Fertigsalate aus dem Supermarkt?

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Es gibt große geschmackliche Unterschiede zwischen den untersuchten Salaten.

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Christian Seiter

Eins bleibt verblüffend: In Zeiten, in denen Rindfleisch im Labor in vitro wachsen kann, mancher Kuchen aus der Tiefkühltruhe wie selbst gebacken schmeckt und überhaupt Convenient-Produkte jeglicher Art immer besser werden (das mag man gutheißen oder nicht), ist es offenbar eine Herausforderung für das industrielle Geschmacksdesign, ein Salatdressing herzustellen, das wie ein gutes Salatdressing schmeckt. Die mitgelieferten Würzsaucen waren der gravierende Schwachpunkt unseres Magazin-Geschmackstests, bei dem insgesamt 19 verschiedene Varianten verzehrfertiger Salate auf den Tisch kamen, aus denen wir Ihnen hier eine Auswahl vorstellen.

Keime, Hefen und Schimmelpilze

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Fertigsalate – war da nicht was? Doch. Die Stiftung Warentest hat 2013, Ökotest 2015 Mischsalate aus der Kühltheke von Supermärkten, die man zu Hause ohne Waschen zubereiten können soll, auf Belastungen untersucht und ähnliches festgestellt: Keime, Hefen und Schimmelpilze finden in vorgeschnittenen Salaten aus der Tüte beste Bedingungen. Auch wenn man die Ergebnisse nicht interpretatorisch auf die hier probierten Snack-Salate übertragen kann, stellt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg klar: „Fest steht, dass Fertigsalate leicht verderbliche Lebensmittel sind. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, wann die Produkte verdorben sind.“ Das liege auch daran, dass Salate von Natur aus bereits eine Keimbelastung vorwiesen „und dann im geschnittenen Zustand und in Plastikverpackungen den idealen Nährboden für die Vermehrung bilden können.“ Mischprodukte sieht der Verbraucherschützer noch kritischer: „Mais bietet prinzipiell einen guten Nährboden für Keime oder Hefen, aber auch Fleisch.“ Da stehen die Hersteller bei Produktions- und Transporthygiene besonders in der Pflicht.

Am Kauftag verzehren

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Viele Salat haben wir probiert.

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Seiter

Valet empfiehlt, die Salate nicht bis zum letzten Tag des Verbrauchsdatums aufzubewahren und sie am besten noch am Kauftag zu verzehren. Soweit zum unbedingten Frische-Gebot in Sachen Hygiene, jetzt zum Genuss-Faktor. Wer sich im Handel einen Salat zum Essen ohne großes Tralala mitnimmt, erwartet natürlich auch aus diesem Grund Frische – das erste Bewertungskriterium bei Ansicht und Anbiss. Hier war unsere Test-Runde positiv überrascht. Alle Salate wurden am gleichen Vormittag eingekauft, die meisten machten den Eindruck einer neuen Charge im Regal. Auch das vielfach praktizierte Baukastensystem, in dem Blatt-, Gemüse- und Beilagenelemente wie Fleisch oder Käse getrennt sind, erscheint – vom hohen Verpackungseinsatz freilich abgesehen – sinnvoll.

Problem: Das Dressing

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Knackige Salat aus der Fertigpackung? Nicht alle waren gleich knackig...

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Christian Seiter

Auf die lange Strecke – und 19 Fertigsalate können schon als Rallye gelten – ist eins klar: Fertig-Dressings sind deutlich zu süß und oft chaotisch gewürzt, trotz oder gerade wegen der oft geballten Ladung an künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern.
Wer Salat als leichte Mahlzeit verbuchen möchte, sollte zudem die Gesamtkalorien beim Dressingeinsatz im Auge behalten. Bei teils 100-Gramm-Portionen mitgelieferter Sauce bei 200 Gramm Salat-Basis bekommen nicht nur die Blätter eine massive Überdosis ab.

Lesen alles über die  19 Fertigsalate in unserem Test auf den Folgeseiten

  1. Wie gut schmecken Fertigsalate aus dem Supermarkt?
  2. Testergebnisse der 19 Fertigsalate
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