29.07.2016
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Vegetarisch Grillen: Würste, die nach Gemüse schmecken

Unsere Redaktion hat insgesamt acht Veggie-Würste getestet. Das Ergebnis ist eine Überraschung.

Unsere Redaktion hat insgesamt acht Veggie-Würste getestet. Das Ergebnis ist eine Überraschung.

Foto:

Neumann

Die Zeichen für den dritten Grill-Test standen gut: Sonnenschein, erholte, nahezu hungrige Tester und eine überschaubare Verkostungspalette. Nachdem die ersten beiden Grill-Test-Runden an einem Tag durchgepeitscht wurden – mit teilweise desaströsen Folgen –, entschieden wir uns diesmal für die magen- und gaumenfreundlich Variante. Acht verschiedene vegetarische und vegane Würstchen galt es zu probieren. Die Jury wurde pluralistisch besetzt. Sowohl Vegetarier als auch Fleischesser sollten möglichst unbefangen über die pflanzlichen Würste urteilen.

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So weit, so gut. Während die ersten Würstchen auf dem Rost brutzelten, schwärmten die vegetarischen Testerinnen von köstlichen, fleischlosen Alternativen zum Grillen. Es war die Rede von aromatischem Grillkäse, knusprigen Grünkernbratlingen und kleinen, deliziösen Hackbällchen. Das Wort Würstchen fiel unglücklicherweise nicht. Am Ende des Tages sollten alle Beteiligten wissen, warum nicht.
Man kann das Ergebnis, vor allem die Verteilung der Siegerplätze, mit einer schlecht ausgefallen Klausur vergleichen. Wenn der Durchschnitt bei 4,5 liegt, dann sieht eine Drei minus plötzlich viel besser aus, als sie es eigentlich ist.

Das Fazit: Alle Produkte waren relativ trocken. Tipp der Jury: Steht auf der Packung „Vor dem Grillen mit Öl einstreichen“, unbedingt an die Anweisung halten. Eine weitere Erkenntnis: Obwohl nur vier Hersteller in der Testrunde vertreten waren, schmeckten alle Würstchen völlig unterschiedlich. Das gipfelte darin, dass die Gewinner- und die Verliererwurst vom selben Hersteller stammen. Abschließend ist zu sagen, es gibt sehr leckere fleischlose Alternativen zum Grillen – Würstchen gehören nicht unbedingt dazu.

Alternativen zu Veggie-Würsten

Die Magazin-Redaktion ist sich einig: So unglücklich kann man die vegetarischen Alternativen nicht stehen lassen. Es gibt auch abseits von Gemüsespieß, Nudelsalat und Brot mit Zaziki leckere Rezepte für den vegetarischen Grillabend.
Selbst gemacht schmeckt’s ja immer noch am besten. Wir haben ein paar Vorschläge gesammelt, die sich auch mit wenigen Zutaten gut vorbereiten lassen.

Ziegenkäse mit Lavendel und Pfirsich

Zutaten (für 2 Personen):

  • 2 reife Pfirsiche
  • 2 dicke Stücke Ziegenkäsetaler (mit Weißschimmelrinde)
  • 2 EL Honig
  • 2 Zweige Lavendel
  • 2 TL Olivenöl
  • Salz
  • Backpapier, Küchengarn

Zubereitung:
Die Pfirsiche waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Aus dem Backpapier zwei Stücke für die Päckchen schneiden – genug Rand zum Zusammenbinden einrechnen.
Die Pfirsichstücke mittig auf den Backpapierstücken verteilen. Jedes Pfirsich-Häufchen mit einer ganz kleinen Prise Salz und einem Teelöffel Olivenöl würzen. Anschließend jeweils einen Ziegenkäsetaler auf die Pfirsiche setzen. Zum Schluss den Honig und den Lavendel großzügig auf dem Ziegenkäse verteilen und das Backpapier mit Hilfe des Küchengarns zu einem Bonbon zusammenschnüren.
Das Päckchen fünf bis acht Minuten grillen und nicht wenden. Unbedingt daneben stehen bleiben und darauf achten, dass weder die Kordel noch das Backpapier Feuer fängt. Anstelle von Pfirsichen eignen sich Aprikosen als fruchtige Unterlage. Als Alternative zum Lavendel kann man auch ganz wunderbar frischen Thymian nehmen.

Kartoffel-Fenchel-Paket
Zutaten (für 3 Personen):

  • 1 Knolle Fenchel (mit Fenchelgrün)
  • 6 La-Ratte-Kartoffeln (oder Drillinge)
  • 3 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 3 Zweige Thymian
  • 3 kleine Lorbeerblätter
  • 6 EL Weißwein oder Brühe
  • Alufolie

Zubereitung:
Das Gemüse waschen. Die Kartoffeln halbieren und den Fenchel in ähnlich große Stücke schneiden. Das Fenchelgrün kleinschneiden und alles vermischen. Das Gemüse auf drei große Stücke Alufolie verteilen und den Rand hochkrempeln. Jedes Gemüsepaket mit Butter, Salz, Zucker, Pfeffer, einem Zweig Thymian und einem Lorbeerblatt würzen. Zum Schluss das Gemüse mit Brühe oder Weißwein angießen und die Pakete fest verschließen.
Nach 20 Minuten ein Alu-Päckchen öffnen; probieren, ob das Gemüse schon weich genug ist, und die Garzeit nach Geschmack verlängern.

Und für den Fall, dass es mal schnell gehen muss enthält die Bildergalerie mit dem Geschmackstest am Ende auch noch die drei fleischlosen Grilllieblinge der Redaktion.