25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Weihnachtsideen: So geht das perfekte Lebkuchenhaus
19. December 2013
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Weihnachtsideen: So geht das perfekte Lebkuchenhaus

Lebkuchen Grönert

Ist einfacher, als es aussieht. (Bild: Max Grönert)

Ein Anruf bei Matthias Ludwigs, und sofort ist klar, dass dieser Zuckerbäcker unser Hexenhäuschen baut. Er hat schon Lebkuchenhäuser mit der Grundfläche einer Europalette kreiert, was ihn nicht nur tagelang beschäftigte, sondern auch den Passagieren des Kreuzfahrtschiffes MS Europa viele „Ahs“ und „Ohs“ entlockte.

Aber sein Intermezzo auf See ist schon lange her, heute ist der gelernte Koch und Konditor für die extravaganten Kuchenkreationen bei „Törtchen Törtchen“ zuständig. Und wie das eben so ist, wenn man gedankenversunken in der Hinterhofbackstube steht und zähen Teig geschmeidig rührt, werden Erinnerungen wach. Ludwigs erzählt, dass er mit seiner Mutter sein erstes Häuschen gebacken hat, bei der Bundeswehr nicht durch den Matsch robben musste, sondern als Patissier in der Küche wirbelte und selbstverständlich auch dort zu Weihnachten für Hänsel und Gretel Naschwerk zauberte.

Dass die Herstellung längst nicht so kompliziert ist wie es auf den ersten Blick aussieht, macht die ganze Sache zu einem lustigen Zeitvertreib mit Kindern. Und Dank der Unmengen an Schokolinsen, Gummibären, Pralinen, Smarties, Katzenzungen und Lakritzschnecken ist sogar Vierjährigen die Furcht vor der bösen, alten, warzigen Hexe genommen.

So gelingt Ihnen der Teig fürs Haus:

600g Mehl, 500g Honig
1 Eigelb
60g Orangeat
4g Pottasche, 6g Hirschhornsalz
10g Lebkuchengewürz

Hirschhornsalz und Pottasche separat in jeweils zwei Teelöffeln Wasser auflösen. Das Mehl in eine tiefe Schüssel geben und mit Ei, den beiden Backtriebmitteln Hirschhornsalz und Pottasche, Lebkuchengewürz und zerkleinertem Orangeat mischen. Honig abwiegen und auf dem Herd bei etwa 50 Grad unter ständigem Rühren erwärmen, bis er flüssig ist. Den flüssigen Honig zum Teig geben und die Masse mit den Knethaken des Rührgeräts mindestens fünf, besser zehn Minuten rühren. Damit der recht zähe Teig geschmeidiger wird, lässt man ihn am besten zwei Tage in einer verschließbaren Schüssel im Kühlschrank ruhen. Der Bauplan lässt sich in den zwei Tagen Pause gut auf Backpapier übertragen.