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Europa League: Stuttgart zittert, Frankfurt jubelt

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Beim Comeback auf der internationalen Fußball-Bühne nach knapp sieben Jahren traf Mittelfeldspieler Alexander Meier (r.) in der 6. und 75. Minute in Aserbaidschan für Frankfurt. Foto: dpa
Der VfB Stuttgart hat das Hinspiel in der Play-off-Runde zur Fußball-Europa-League verpatzt. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia unterlag bei HNK Rijeka aus Kroatien mit 1:2. Eintracht Frankfurt gewann derweil mit 2:0 gegen FK Karabach Agdam.
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Baku/Rijeka

Eintracht Frankfurt hat den Einzug in die Gruppenphase der Europa League fast schon geschafft, der VfB Stuttgart muss im Rückspiel hingegen einen Rückstand wettmachen. Die Schwaben unterlagen am Donnerstag in Kroatien bei HNK Rijeka mit 1:2 (0:0) und brauchen im Rückspiel unbedingt einen Sieg, um international im Geschäft zu bleiben. Frankfurt setzte sich mit 2:0 (1:0) bei FK Karabach Agdam durch. Automatisch startberechtigt ist der SC Freiburg als Fünfter der vergangenen Bundesliga-Saison.

Tor-Garant Alexander Meier bescherte Frankfurt nach der gefühlten Ewigkeit von 2443 Tagen eine erfolgreiche Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne. Der Mittelfeldspieler schoss den Tabellenletzten der Bundesliga in Baku mit einem Doppelpack in der 6. und 75. Minute zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Sieg und damit so gut wie sicher in die Gruppenphase. Im Rückspiel vor heimischer Kulisse können die Frankfurter, die letztmals 2006 im UEFA-Cup in einem europäischen Wettbewerb vertreten waren, am kommenden Donnerstag alles klar machen.

Der VfB Stuttgart muss dann mehr Arbeit leisten. Bei der enttäuschenden Vorstellung in Rijeka traf Vedad Ibisevic (89.) kurz vor Schluss zum wichtigen Auswärtstor. Zuvor hatten der ehemalige Nürnberger Leon Benko (74. Minute) und Zoran Kvrzic (87.) die Tore für die Gastgeber erzielt. Ohne das Tor von Ibisevic aus abseitsverdächtiger Position hätten die Schwaben gar mit drei Toren Vorsprung im Rückspiel gewinnen müssen. Nun reicht ein Sieg mit einem Treffer.

Bei den Frankfurtern herrschte große Zufriedenheit. „Wir haben verdient gewonnen und gut gespielt. Es war gegenüber dem Bayern-Spiel noch einmal eine Steigerung“, sagte Matchwinner Meier dem „Hessischen Rundfunk“ und prophezeite: „Wenn wir im Rückspiel genauso spielen, dann sind wir weiter.“ Der verletzte Sebastian Jung, der mit einem Muskelfaserriss längere Zeit ausfällt, twitterte begeistert aus der Heimat: „Bravo Jungs!“

Trainer Armin Veh verfolgte den ersten internationalen Auftritt der Eintracht seit dem 14. Dezember 2006 ganz entspannt. „Wir haben das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen“, stellte der 52-Jährige zufrieden fest. Ausruhen dürfe man sich auf dem Polster jedoch nicht. „Wir wollen das Rückspiel nicht verwalten, wir wollen gewinnen“, kündigte Veh an.

In dem beeindruckenden Stadion mit der rund 50 Meter hohen Felswand hinter der Tribüne schien der VfB anfangs ein wenig eingeschüchtert. Die ersten Akzente setzte der Dritte der kroatischen Liga. Nach fünf Minuten hatte Benko das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am reaktionsschnellen VfB-Torwart Sven Ulreich.

Nach einer Viertelstunde aber übernahmen die Stuttgarter mehr und mehr die Initiative und erlangten die Kontrolle über das Spiel. Nach feinem Doppelpass mit Ibisevic versuchte es Martin Harnik mit einem Schuss aus rund 20 Metern, der aber an den Außenpfosten ging.

Doch fünf Tage nach der 0:1-Niederlage in der Bundesliga gegen Leverkusen waren die Stuttgarter insgesamt zu harmlos in der Offensive. Die zweite Halbzeit begann im Gegensatz zu den zumindest unterhaltsamen und abwechslungsreichen ersten 45 Minuten sehr verhalten. Beide Mannschaften leisten sich zahlreiche Abspielfehler, VfB-Trainer Bruno Labbadia gestikulierte zeitweise engagiert an der Seitenlinie. Harnik probierte es erneut aus der Distanz (58.) und traf wenig später sogar ins Tor (70.), stand aber knapp im Abseits. Wenigstens zeigten die Schwaben nach den beiden Gegentoren Moral und wurden für ihren Kampfgeist mit dem wichtigen 1:2 belohnt.

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