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Borussia Dortmund: Watzke kündigt Transfer-Offensive an

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Foto: dpa
Auch ohne einen Königstransfer wird Borussia Dortmund am Mittwoch die Vorbereitung auf die neue Saison aufnehmen. Trotzdem gibt sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke recht zuversichtlich, den ein oder anderen Wunschspieler mit den vielen Millionen zu locken.
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Dortmund

Mit hohen Zielen und viel Geld auf dem Konto, aber ungelösten Personalproblemen und einer große Portion Ungewissheit geht Borussia Dortmund als Letzter der 18 Bundesliga-Klubs in die Saisonvorbereitung. Am Mittwoch startet der deutsche Fußball-Vizemeister zum ersten viertägigen Trainingslager in Richtung Österreich, wo Trainer Jürgen Klopp im beschaulichen Kirchberg zur ersten Bestandsaufnahme bittet. Fehlen wird jedoch unter anderem noch der lauthals angekündigte Königstransfer.

Das laute Grummeln im Umfeld des BVB, der im Bemühen um einen Ersatz für den zum Erzrivalen Bayern München abgewanderte Mario Götze (37 Millionen Euro Ablöse) auf der Stelle tritt, ist auch Klub-Boss Hans-Joachim Watzke nicht entgangen. Als wolle er Profis und Fans gleichermaßen beruhigen, preschte der 53-Jährige einen Tag vor der Abreise nach Tirol an die Front und verkündete in einem Interview in der Bild-Zeitung: „Wir können 50 Millionen Euro in neue Spieler investieren. Wir werden noch zwei bis drei Spieler für den offensiven Bereich holen.“

Denn bisher steht nur Abwehrspieler Sokratis, für den 9,5 Millionen an Werder Bremen fällig wurden, als Neuzugang fest. Der Grieche wird wegen seiner Einsätze im Nationalteam wie die Polen Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski sowie der Australier Mitchell Langerak erst im zweiten Trainingslager im schweizerischen Bad Ragaz (10. bis 18. Juli) zum Kader stoßen. Bis dahin hofft Klopp, endlich auch eine weitere Verstärkung begrüßen zu können. Man habe seit vielen Woche eine kurze Liste mit einigen wenigen Namen, die man verpflichten wolle, so Watzke.

Und an der Liste habe sich im Gegensatz zu den täglichen neuen Gerüchten nie etwas geändert. „Was die anderen Namen angeht: Wir sind weiterhin unverändert dran!“, sagte Watzke und ergänzte: „Mit Geld könnten wir in Verhandlungen mit abgebenden Klubs alles schnell lösen. Aber wir sind nicht nur der sportlichen Ambition verpflichtet, sondern wollen auch wirtschaftlich weiterhin sinnvoll handeln. Deshalb dauert es in diesem Sommer etwas länger.“

Wunschspieler Kevin de Bruyne (letzte Saison an Werder Bremen ausgeliehen) muss beim FC Chelsea bleiben, zuletzt wurde nunmehr der torgefährliche Mittelfeldspieler Henrich Mchitarjan vom ukrainischen Double-Gewinner Schachtjor Donezk hoch gehandelt. Nach Informationen des kicker soll der BVB eine Ablösesumme von 23 Millionen Euro geboten haben, Donezk jedoch 30 Millionen Euro fordern - offenbar wohlwissend um die neue Finanzstärke der Borussen. Denn allein durch die Königsklasse und die Götze-Ablöse flossen rund 100 Millionen Euro auf das Klubkonto.

Doch Geld allein macht den BVB in diesen Tagen nicht glücklich. Ohnehin bewegen sich die Westfalen noch immer nicht in Kreisen wie Triple-Gewinner Bayern München, Manchester United oder Real Madrid, für die Transfers im höheren zweistelligen Millionen-Bereichen keine Probleme darstellen. Zumal beim BVB angesichts des Mammut-Programms und der Erwartungen in der neuen Saison die Verstärkung des Kaders in der Breite Priorität genießt. Die anhaltenden Transfer-Schlagzeilen werden die Mannschaft nicht verunsichern, glaubt Kapitän Sebastian Kehl. Zudem habe er Vertrauen in die Verantwortlichen des Klubs und ist davon überzeugt, dass sich die Borussia in der kommenden Saison zumindest so stark wie bisher präsentieren wird.

Natürlich auch im konditionellen Bereich. Denn ein individuelles Grundlagentraining, dass jeder Spieler nach einer Phase der Erholung absolvierte, ermöglichte den späten Trainingsbeginn. „Mit dieser Art der Vorbereitung sind wir in den vergangenen Jahren immer gut gefahren“, sagte Klopp. Doch wohin die Reise für den Champions-League-Finalisten ab dem Saisonstart beim FC Augsburg (10./11. August) geht, weiß auch der Coach beim Aufgalopp der wohl brisanteste Vorbereitungsphase seiner BVB-Ära noch nicht. (sid)

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