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Bundesliga - 23. Sipeltag: Von Augsburg und Schalke

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Ausgerechnet der von den Fans als Übel ausgemachte Manndecker Joel Matip erzielte beide Tore gegen Düsseldorf. Foto: dpa
Der 23. Spieltag ist absolviert: Sucht man in der Bundesliga nach Spannung, so findet man diese derzeit am Tabellenende. Schalke gelingt derweil ein weiter Schritt in Richtung sportlicher Normalität. Die Bundesliga-Kolumne.  Von
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Das war der 23. Spieltag. Gibt es neue Erkenntnisse?

Eine neue Erkenntnis. Es ist möglich, gegen den FC Bayern München ein Tor zu erzielen. Sogar in Unterzahl. Gelungen ist das am Samstag in der Allianz-Arena dem Bremer Kevin de Bruyne in der 54. Minute.

Da war der Jubel riesengroß.

Nein, er war winzig klein. Es war der Treffer zum 1:4 in einem Spiel, das 6:1 endete für die auf sechs Positionen veränderten Bayern, die den Rest der Liga weiterhin als Trampolin benutzen.

Gibt es denn überhaupt noch so etwas wie Spannung?

Ja, gibt es. Sie fokussiert sich ziemlich exakt auf die Frage, wer von den schlechtesten drei Klubs sich noch auf den Relegationsplatz 16 retten kann. Und seit Samstag hat der FC Augsburg die besten Chancen dafür.

Wer hat sich denn das ausgedacht?

Wenn man es genau nimmt, der Mäzen-Verein TSG Hoffenheim, der vielen gruseligen Spielen in dieser Saison ein weiteres hinzufügte, in Augsburg verdient mit 1:2 Toren verlor und nun auf einem direkten Abstiegsplatz liegt.

Wie kann etwas, das sich jemand wie Dietmar Hopp so viel Geld kosten lässt, so schlecht sein? Haben die denn nichts versucht?

Versucht schon. In Zahlen: Bis heute in dieser Saison drei Trainer (Babbel, Kramer, Kurz), zwei Manager (auch Babbel, seit 18. September Andreas Müller) und wildes Jonglieren mit Spielern. Allein in der Winterpause wurden sechs neue für zwölf Millionen Euro gekauft. Genützt hat es nichts. Trainer Marco Kurz berichtete, dass im Hoffenheimer Trikot „keine Mannschaft auf dem Platz war“, und befand, dass der Augsburger Doppeltorschütze Sascha Mölders „mehr Aktionen hatte als meine drei Offensivspieler“.

War irgendwo auch etwas Spektakuläres, das nach Fußball aussah?

Klar, zum Beispiel in Hannover, wo ein im Prinzip ungleiches Spiel stattfand. Gerade 40 Stunden nach
ihrem Aus in der Europa League standen die Spieler von Hannover 96 einem ausgeruhten und gut gelaunten Hamburger SV gegenüber, der nach einigen guten Ergebnissen schon wieder vom Europapokal fantasierte.

Klingt nach einem 5:1 für Hamburg.

Knapp daneben. Es wurde ein 5:1 für Hannover 96. Die Niedersachsen konterten den großen HSV in Grund und Boden und profitierten davon, dass René Adler einen schlimmen Tag hatte. Beim 1:0 (Torschütze: Diouf) schätzte der Torhüter eine Ecke falsch ein, und das 2:0 bereitete er mit einem Foul im Strafraum an Pinto vor. Gegen den Elfmeter von Szabolcs Huszti war René Adler dann machtlos.

Hat der Europapokal zwei Tage zuvor keinen Tribut gefordert?

Doch. Denn beim Elfmeterschuss, der zum 2:0 führte, riss Huszti etwas in der Oberschenkelmuskulatur. Der Ungar wurde vom Platz getragen und wird Hannover einige Wochen fehlen.

Die Stuttgarter hatten dasselbe Problem, aber sie haben trotz Überlegenheit gegen Nürnberg nur 1:1 gespielt. Was sagt uns das über die Doppelbelastung?

Wenn sie es wirklich und unbedingt will und nicht immer daran denkt und davon redet, wie kurz die Pause war, kann eine Fußballmannschaft auch nach kurzer Pause Spiele gewinnen. Nur empfiehlt es sich offenbar nicht, Elfmeter zu schießen.

Was machen eigentlich die Dauerunzufriedenen vom FC Schalke 04?

Die haben jetzt zum ersten Mal seit dem 18. Spieltag ein Spiel gewonnen. 2:1 über Fortuna Düsseldorf. Nichts fürs Auge, eher etwas fürs Gemüt. Dass der zuletzt von den Fans als Übel ausgemachte Manndecker Joel Matip beide Tore erzielte, passt ins Bild.

War das jetzt die Wende?

Die Frage ist: Die Wende wohin? Eine Spitzenmannschaft wird der FC Schalke so schnell nicht. Aber vielleicht war es die Wende von einer Form der Selbstzerstörung hin zu einer Form der sportlichen Normalität, die es erlaubt, nicht nach jedem Spiel die Sinn- und Jens-Keller-Trainerfrage zu stellen.

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