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Bundesliga: Keine Bayern-Party nach 9:2-Sieg

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Strahlender Sieger: Claudio Pizarro (r.) Foto: REUTERS
Die Meisterfeier der Bayern ist verschoben, doch die Münchner Fans bekamen trotzdem ein Fußball-Fest des Spitzenreiters gegen den Hamburger SV geboten. Titelverteidiger Dortmund hatte zuvor verhindert, dass die Bayern den Titel bereits perfekt machen konnten.
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Berlin

Mit einem Schützenfest hat der FC Bayern München seine Fans für die verschobene 23. deutsche Fußball-Meisterschaft entschädigt. Der turmhoch überlegene Bundesliga-Spitzenreiter fertigte den Hamburger SV am Samstag daheim mit 9:2 ab - es war der höchste Bundesliga-Sieg seit dem 9:1 von Bayer Leverkusen am 18. März 2000 in Ulm.

Allein Claudio Pizarro traf viermal, zwei Tore schoss Arjen Robben. Xherdan Shaqiri und Bastian Schweinsteiger leiteten den Kantersieg ein, zu dem auch Franck Ribéry beitrug. Jeffrey Bruma und Heiko Westermann verkürzten zum 8:1 und zum Endstand für den HSV.

Borussia Dortmund verhinderte am Nachmittag mit dem 2:1 beim VfB Stuttgart vorerst den schnellsten Titel der Bundesliga-Geschichte durch den FC Bayern. Er ist nun erst am kommenden Samstag möglich, wenn der Rekordchampion am 28. Spieltag bei Eintracht Frankfurt antritt.

Die Dortmunder haben auf Platz zwei weiter vier Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen. Der Werksclub kam zu einem 4:1 bei Fortuna Düsseldorf. Tabellen-Vierter ist zumindest bis Sonntag der FC Schalke 04 dank des 3:0 gegen den Vorletzten 1899 Hoffenheim. Dahinter folgt der FSV Mainz 05 nach dem 1:1 Werder Bremen. Im Rennen um die Europa-League-Plätze feierte der SC Freiburg einen wichtigen 2:0-Sieg über den direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach. Der auf dem Relegationsrang stehende FC Augsburg verpasste es beim 0:2 gegen Hannover 96, sich näher an den rettenden 15. Platz zu schieben. Düsseldorf ist weiter fünf Punkte entfernt.

Doch noch der Siegtreffer: Robert Lewandowski trifft in Stuttgart spät zum 2:1.
Doch noch der Siegtreffer: Robert Lewandowski trifft in Stuttgart spät zum 2:1.
Foto: AFP

Die Dortmunder hatten in Stuttgart anfangs Glück, dass VfB-Stürmer Vedad Ibisevic bei einem Kopfballtreffer knapp im Abseits stand (12.). Wenig später rettete Torhüter Roman Weidenfeller gegen den allein vor ihm aufgetauchten Ibrahima Traoré. Danach wurde der letztjährige Doublesieger vor dem Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch beim FC Málaga stärker. Der für den an der Nase verletzten Nationalspieler Marcel Schmelzer eingewechselte Lukasz Pisczczek verlängerte per Kopf einen Freistoß von Marco Reus ins Netz. Schmelzer erlitt einen Nasenbeinbruch.

Die Führung hielt zunächst, weil Mario Götze nach dem Wechsel auf der Torlinie klärte (59.). Doch Talent Alexandru Maxim gelang schließlich der verdiente VfB-Ausgleich (63.). Stuttgarts Verteidiger Georg Niedermeier sah wenig später Gelb-Rot. Das nutzte BVB-Torjäger Robert Lewandowski (82.) zur Entscheidung aus.

Das 17. Saisontor von Stefan Kießling brachte Leverkusen die Führung in Düsseldorf, der Stürmer verwandelte einen Foulelfmeter (22.). Bayer-Verteidiger Daniel Schwaab sorgte unfreiwillig für den Ausgleich, als er eine Flanke von Robbie Kruse über die eigene Linie drückte (41.). André Schürrle (62./84.) machte das Missgeschick mit einem Doppelschlag wieder gut, ehe noch einmal Kießling traf (88.).

Wichtiger Punkt für Werder

Einen katastrophalen Start erwischte Werder Bremen. Nach Fehler von Assani Lukimya schob Adam Szalai das Leder nach nur zwölf Sekunden ins Netz. Der Ungar verpasste damit den von Giovane Elber, Ulf Kirsten und Paul Freier gehaltenen Rekord für das schnellste Bundesligator nur um eine Sekunde. Aaron Hunt (69.) rettete zumindest einen Punkt für Werder, das seit sechs Spielen ohne Sieg ist.

Ein Doppelpack des von Gegner Gladbach umworbenen Max Kruse ließ die Freiburger jubeln (69./90.+1). Es war der erste Erfolg nach vier Partien ohne Dreier. Die Breisgauer überholten damit die Borussia. Die in der Rückrunde starken Augsburger besaßen gegen Hannover die besseren Chancen - doch erfolgreich war die bisher schwächste Auswärtsmannschaft der Liga durch Matchwinner Konstantin Rausch (61./90.+2). Die Hoffenheimer hielten Schalke lange Zeit vom eigenen Tor weg, ehe Marco Höger (71.), Raffael (78.) und Teemu Pukki (83.) doch noch trafen. (dpa)

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